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Reagieren Sie souverän auf Beleidigungen

Lesezeit: 2 Minuten Gelegentliche Konflikte und Meinungsverschiedenheiten im Arbeitsleben sind normal. Mit den meisten Mitarbeitern lässt es sich trotz kleiner Unzulänglichkeiten trefflich zusammenarbeiten. Kleine Macken sollten Sie versuchen zu ignorieren, wenn es das Arbeitsklima nicht über Gebühr belastet. Machen Sie also kein großes Aufheben davon, wenn mal jemand lautstark seine Meinung sagt. Auch Beleidigungen sollten Sie sachlich bewerten.

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Reagieren Sie souverän auf Beleidigungen

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Und selbst wenn Sie jemand ein „Rindvieh“ nennen sollte – bleiben Sie bitte gelassen, falls es sich nicht um einen Wiederholungsfall handelt. So ersparen Sie sich und dem Mitarbeiter viel Ärger und zeigen außerdem noch Größe. Sollten sich derartige Ausfälle jedoch wiederholen, dann müssen Sie unbedingt reagieren. Die Erfahrung lehrt: Aufgestaute Unzufriedenheit legt sich nur in den seltensten Fällen wieder von allein. Hier ist aktives Handeln aller Beteiligten erforderlich.

Reagieren Sie jedoch nicht unmittelbar auf Beleidigungen! Oft ist die Situation so aufgeheizt, dass ein Wort das andere geben könnte und alles noch weiter eskaliert. Falls Sie beleidigt werden, ziehen Sie sich erst einmal kommentarlos zurück. Das nimmt die Spannung aus der Situation. Jeder Beteiligte hat Zeit, darüber nachzudenken, was nicht richtig gelaufen ist.

Warten Sie aber nicht zu lange. Nach ruhiger Analyse der Situation sollten Sie innerhalb der nächsten Stunden, spätestens am folgenden Tag das sachliche Gespräch mit dem Mitarbeiter suchen.

Demonstrieren Sie keine Stärke, indem Sie ihn in Ihr Büro zitieren. Dadurch würden Sie bereits neue Spannungsherde provozieren. Gehen Sie auf den Mitarbeiter lieber an dessen Arbeitsplatz zu. Versuchen Sie jedoch, ein Gespräch unter vier Augen zu erreichen.

Es bringt keinen Nutzen, wenn andere Mitarbeiter mithören. Eine solche indirekte moralische Rückenstärkung haben Sie auch nicht nötig. Nehmen Sie sich im Gespräch Zeit und hören Sie dem Mitarbeiter aktiv zu.

Falls es später doch nochmal Probleme mit diesem Mitarbeiter geben sollte, dann handelt es sich nicht um einen einmaligen Ausrutscher, sondern es zeigt sich ein negativer Charakterzug dieses Mitarbeiters. Er ist offenbar nicht bereit oder in der Lage, sich an die gesellschaftlichen Normen des Zusammenlebens zu halten. Kritik und Meinungsäußerung müssen Sie akzeptieren, aber nicht in einem unangebrachten Ton gegenüber dem Vorgesetzten. Machen Sie dies dem Mitarbeiter durch eine schriftliche Abmahnung deutlich.

Sollte der Mitarbeiter Sie dennoch erneut beleidigen, liegt ein Grund für eine Kündigung vor. Vor einer Kündigung müssen Sie allerdings eine Verhältnismäßigkeitsabwägung durchführen und sorgfältig abschätzen, ob die angestrebte Kündigung zu dem Fehlverhalten in einem angemessenen Verhältnis steht.

Sie müssen bedenken, in welcher Situation Ihr Mitarbeiter die Beleidigung ausgesprochen hat. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sein Gesprächspartner diese Beleidigung mitverursacht oder provoziert hat. Darüber hinaus müssen Sie auch die betrieblichen- und branchenüblichen Besonderheiten und den Umgangston berücksichtigen.

Die NA-UND-Methode: Die Kurzformel, wie Sie aktiv auf Beleidigungen reagieren

N Nicht aufregen
A Abstand gewinnen
U Ursache analysieren
N Nicht nachtragend sein
D Darüber diskutieren

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