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Probleme bei der Normalkostenrechnung auf Vollkostenbasis vermeiden

Lesezeit: 2 Minuten Anders als die reine Vollkostenrechnung orientiert sich die Normalkostenrechnung auf Vollkostenbasis nicht ausschließlich auf Größen der Vergangenheit. Dennoch sind mit diesem Kostenrechnungssystem einige Probleme verbunden, die Ihnen hier genannt werden.

2 min Lesezeit

Probleme bei der Normalkostenrechnung auf Vollkostenbasis vermeiden

Lesezeit: 2 Minuten

Die Normalkostenrechnung auf Vollkostenbasis gehört zu den Kostenrechnungssystemen, die die Mängel der reinen Vollkostenrechnung vermeiden wollen, denn sie geht bei ihren Berechnungen von "Normalkosten" aus.

Normalkosten im System der Normalkostenrechnung auf Vollkostenbasis

Bei den Normalkosten handelt es sich um durchschnittliche Kosten der Vergangenheit, die allerdings nicht unbesehen übernommen werden. So werden beispielsweise Lohn- und Gehaltssteigerungen oder Preisänderungen beim Wareneinsatz oder bei Rohstoffen durch prozentuale Zu- oder Abschläge berücksichtigt.

Der Vorteil der Normalkostenrechnung auf Vollkostenbasis besteht vor
allem darin, dass man auf eine Überwälzung der schwankenden Istkosten
verzichtet und daher Kostensätze ermittelt, die weit weniger schwanken
als im System der Vollkostenrechnung. Tendenziell führt diese
Vorgehensweise daher zu einer höheren Kalkulationssicherheit. Davon
abgesehen vereinfacht sich die Kalkulation durch das Verwenden von
Normalkostensätzen deutlich.

Verrechnungssätze im System der Normalkostenrechnung auf Vollkostenbasis

Bei der Normalkostenrechnung auf Vollkostenbasis wird zunächst der sogenannte Normalkostenverrechnungssatz berechnet:

Normalkostenverrechnungssatz = Normalkosten / Normalbeschäftigung

Dieser Verrechnungssatz bleibt – anders als bei der Vollkostenrechnung – für einen längeren Zeitraum konstant. Lediglich größere und/oder nicht vorhersehbare Entwicklungen führen bei der Normalkostenrechnung auf Vollkostenbasis zu Anpassungen.

Abrechnungstechnisch wird bei der Normalkostenrechnung auf Vollkostenbasis ähnlich vorgegangen wie bei der Vollkostenrechnung. Die verrechneten Normalkosten werden dabei wie folgt ermittelt:

Verrechnete Normalkosten = Ist-Stunden x Normalkostenverrechnungssatz

Es ergeben sich Kostenüber- oder Kostenunterdeckungen

Die tatsächlichen Istkosten werden im Allgemeinen mehr oder weniger deutlich von den Normalkosten abweichen. Entweder sind die verrechneten Normalkosten niedriger oder höher als die Istkosten. Diese Abweichungen kann man in diesem Kostenrechnungssystem aber leider nicht genau analysieren.

Bestimmung von Abweichungen bei der Normalkostenrechnung auf Vollkostenbasis

Zwar lassen sich die Preisabweichungen aus der Differenz des Normalpreises und des tatsächlichen Anschaffungspreises ermitteln und auch die Mengenabweichung ist als Differenz zwischen den Mehr- oder Minderverbräuchen der tatsächlichen und vorgegebenen Gütermengen ermittelbar.

Nicht bestimmen lässt sich im System der Normalkostenrechnung auf Vollkostenbasis aber, welcher Anteil der Gesamtabweichung auf die Preisabweichung und welcher auf die Mengenabweichung entfällt. Vielmehr kann die Höhe der Gesamtabweichung nur pauschal ermittelt werden, indem man die verrechneten Gemeinkosten von den Ist-Gemeinkosten abzieht.

Um mit der Normalkostenrechnung die Beschäftigungs- und Verbrauchsabweichung berechnen zu können, müssen die Gemeinkosten in fixe und proportionale Anteile aufgespalten werden. Dann handelt es sich aber um eine Normalkostenrechnung auf Teilkostenbasis.

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