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Probezeit sinnvoll nutzen

Lesezeit: 2 Minuten Wenn Sie als Vorgesetzter oder Arbeitgeber einen neuen Mitarbeiter eingestellt haben, gilt in den meisten Fällen zunächst eine Probezeit. Zweck des Probearbeitsverhältnisses ist, die fachliche und persönliche Eignung Ihres neuen Mitarbeiters an einem Arbeitsplatz Ihres Betriebs zu überprüfen und ein Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu schaffen.

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Da Sie Versäumnisse während dieser Zeit später nur schwer wieder ausgleichen können, sollten Sie Ihren neuen Mitarbeiter während der Probezeit genau unter die Lupe nehmen. Ein wichtiges Mittel hierzu sind Beurteilungen, die Ihnen einen Anhaltspunkt zur Bewertung der fachlichen und persönlichen Fähigkeiten Ihres neuen Mitarbeiters geben. Kriterien, die Sie in jedem Fall in die Beurteilung einfließen lassen sollten, sind:

1. Leistungen und Fertigkeiten, wie Arbeitstempo und -qualität sowie Planung der Arbeit

2. Leistungsvoraussetzungen, die insbesondere auf die fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten Ihres neuen Mitarbeiters zielen. Hierzu gehören theoretische Kenntnisse und Fachwissen auf dem jetzigen Arbeitsgebiet, praktische Anwendung des Fachwissens, kaufmännisches Denken und Handeln sowie Kostendenken, Auffassungsgabe, Einsatzbereitschaft, Selbstständigkeit, Gründlichkeit und Belastbarkeit.

3. Soziales Verhalten, wie die Zusammenarbeit mit dem Vorgesetzten, Zusammenarbeit mit gleichgestellten Mitarbeitern, Auftreten gegenüber Kunden, Überzeugungskraft und akquisitorisches Geschick.

4. Führungsfähigkeiten: Denken Sie auch rechtzeitig an den Führungskräftenachwuchs. Deshalb ist es für Sie wichtig zu erfahren, wie sich Ihr neuer Mitarbeiter vielleicht in einer zukünftigen Führungsaufgabe machen würde. Achten Sie also bereits jetzt auf Führungsfähigkeiten, wie beispielsweise die Planung der Arbeit anderer, die Fähigkeit, Mitarbeiter zu beurteilen und entsprechend richtig einzusetzen, auf Delegationsfähigkeit, das Zusammenarbeitsverhalten und das Anleiten anderer Mitarbeiter.

Als Arbeitgeber sollten Sie die in der Probezeit gewonnen Erkenntnisse über Ihren neuen Mitarbeiter dokumentieren. Dies kann beispielsweise in Form eines vorformulierten Beurteilungsbogens geschehen, der nach dem Ausfüllen in der Personalakte des betroffenen Mitarbeiters abgelegt wird. Beachten Sie, dass für die Einführung von Beurteilungsbögen die Zustimmung des Betriebsrats nötig ist. Ebenfalls ist wichtig, dass Sie die Ergebnisse der Beurteilung mit Ihrem neuen Mitarbeiter gemeinsam durchsprechen.

Neben der Erprobung Ihres neuen Mitarbeiters soll Ihnen die Probezeit vor allem die Möglichkeit bieten, sich von Ihrem neuen Mitarbeiter gegebenenfalls schnell und unkompliziert trennen zu können. Diese Möglichkeit besteht natürlich auch für den Mitarbeiter. § 622 Abs. 3 BGB sieht für die Probezeit eine verkürzte Kündigungsfrist von 2 Wochen vor. Selbstverständlich können Sie mit Ihrem Mitarbeiter auch eine längere Kündigungsfrist, beispielsweise 4 Wochen zum Monatsende, individuell vereinbaren.

Sollten Sie Ihren Mitarbeiter während der Probezeit kündigen wollen, müssen Sie selbstverständlich die üblichen Erfordernisse einer wirksamen Kündigung – wie Wahrung der Schriftform und Anhörung vor dem Betriebsrat – beachten. Wie bei jeder Kündigung außerhalb der Probezeit müssen Sie die Gründe für die Kündigung nötigenfalls darlegen können.

Sobald Sie sich darüber klar sind, ob Sie Ihren neuen Mitarbeiter behalten wollen, sollten Sie ihm dies mitteilen. Nehmen Sie sich für dieses Abschlussgespräch Zeit und schaffen Sie einen positiven Rahmen, egal ob Sie eine positive oder negative Nachricht für den Mitarbeiter haben. Begründen Sie dem Mitarbeiter bei einem negativen Bescheid ausführlich, warum Sie sich nicht für ihn entscheiden, damit er daraus für die Zukunft lernen kann. Wenn Sie den Mitarbeiter behalten wollen, können Sie in diesem Gespräch die Grundlage für eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit legen.

Bildnachweis: Kana Design Image / stock.adobe.com

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