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Probezeit: Sechs Monate Dauer auch bei einfachen Tätigkeiten zulässig?

Lesezeit: < 1 Minute Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) sieht in § 622 BGB die Möglichkeit einer Probezeit von bis zu maximal sechs Monaten Dauer vor. Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass Sie diese auch bei einfachen Tätigkeiten vereinbaren können (Urteil vom 24.01.2008, Az.: 6 AZR 519/07).

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Probezeit: Sechs Monate Dauer auch bei einfachen Tätigkeiten zulässig?

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Konkret musste das BAG über einen Fall entscheiden, in dem ein für ein Jahr befristet eingestellter Mitarbeiter im Arbeitsvertrag einer Probezeit von sechs Monaten Dauer zugestimmt hatte. Als es dann zu Kündigung kam, wollte er sich an dieser Probezeit nicht mehr festhalten lassen. Er hielt angesichts seiner einfachen Tätigkeit eine Probezeit von sechs Monaten Dauer für zu lang.

Nicht so das BAG. Die Richter haben entschieden, dass sowohl bei befristeten Arbeitsverhältnissen als auch bei einfachen Tätigkeiten eine Probezeit von sechs Monaten Dauer noch nicht unverhältnismäßig ist. Dies gilt selbst dann, wenn eine Probezeit von sechs Monaten objektiv nicht zur Erprobung des Mitarbeiters erforderlich ist.

Tipp zur Dauer der Probezeit
Es ist möglich, dass in einem auf Ihre Arbeitsverhältnisse anwendbaren Tarifvertrag die Dauer der Probezeit geregelt ist. Ist dort eine kürzere Dauer der Probezeit als sechs Monate vorgesehen, können Sie nicht zu Ungunsten des Arbeitnehmers davon abweichen und eine Probezeit von sechs Monaten Dauer vereinbaren. Prüfen Sie daher sorgfältig, ob ein anwendbarer Tarifvertrag Vorgaben zur Probezeitdauer macht.

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