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Probezeit beim Azubi: Es gibt spezielle Regeln

Lesezeit: < 1 Minute Für die Probezeit beim Azubi gibt es spezielle Regeln. Man kann hier ein Ausbildungsverhältnis nur bedingt mit einem "normalen" Arbeitsverhältnis vergleichen. Das gilt zum Beispiel für die Länge der Probezeit.

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Probezeit beim Azubi: Es gibt spezielle Regeln

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Eine Ausbildung beginnt immer mit einer Probezeit. Diese kann weder der Azubi noch der Ausbildungsbetrieb vermeiden. Der § 20 des Berufsbildungsgesetzes formuliert das kurz und knapp, aber eindeutig: Danach muss die Probezeit in einem Ausbildungsverhältnis mindestens 1 Monat, sie darf aber höchstens 4 Monate dauern.

Was also in einem “normalen“ Arbeitsverhältnis geht, nämlich die Vereinbarung, auf eine Probezeit zu verzichten, darf mit einem Azubi nicht praktiziert werden – auch nicht beim Sohn des Chefs. Aber es ist auf der anderen Seite in der Regel auch nicht möglich, die Probezeit 6 Monate lang “laufen“ zu lassen. Es bleiben Ihnen als Ausbilder maximal 4 Monate.

Probezeit: Sie prüfen und der Azubi prüft…  
Und diese 4 Monate Probezeit sollten Sie im Ausbildungsvertrag auch tatsächlich vereinbaren. So haben Sie Zeit genug, um zu prüfen, ob der Azubi tatsächlich zu Ihrem Unternehmen und zum Ausbildungsberuf passt. Umgekehrt gilt das natürlich auch für den Auszubildenden selbst. Auch er wird ggf. sorgfältig prüfen, ob er in Ihrem Betrieb bleiben will. Zumindest dann, wenn er noch eine Alternative hat.  

Weitere Fakten zum Thema "Probezeit beim Azubi“  

  1. Das Ausbildungsverhältnis kann nach § 22 Berufsbildungsgesetz während der Probezeit jederzeit, ohne dass eine Frist eingehalten werden muss, gekündigt werden.
  2. Die Kündigung muss den Azubi aber auch noch während der Probezeit erreichen (und nicht beispielsweise am Tag danach).
  3. Eine Probezeit kann verlängert werden, wenn beide Seiten eine entsprechende Vereinbarung treffen. Allerdings setzt dies voraus, dass die Probezeit zwischenzeitlich um mehr als ein Drittel unterbrochen war.
  4. Eine Verlängerung darf maximal in dem Umfang vereinbart werden, für den die Probezeit, z. B. wegen Krankheit des Azubis, nicht stattfand.

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