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Privates am Schreibtisch: Wie viel ist erlaubt?

Lesezeit: 2 Minuten Die meiste Zeit, in der wir wach sind, verbringen wir auf der Arbeit. Deshalb ist der Wunsch, sich beispielsweise im Büro wohlzufühlen, verständlich. Um die Zeit gut überbrücken zu können, nehmen viele Mitarbeiter daher private Gegenstände wie Fotos & Co. mit. Aber wie viel Privates am Schreibtisch ist erlaubt? Lesen Sie hier mehr dazu.

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Privates am Schreibtisch: Wie viel ist erlaubt?

Privates am Schreibtisch: Wie viel ist erlaubt?

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Zwei Experten haben in einem Interview verraten, dass der Grat zwischen „noch in Ordnung“ und „schon zu viel“ sehr schmal ist. Wie sieht die rechtliche Lage hierzu aus?

Wie viel Privates am Schreibtisch haben Sie an Ihrem Arbeitsplatz?

Dies war vor kurzem eine Online-Umfrage. Das Ergebnis zeigt sich eher überraschend. Denn es wird im Allgemeinen angenommen, dass viele Arbeitnehmer wenigstens ein privates Foto oder eine Postkarte oder sonstige private Artikel im Arbeits-Blickfeld haben. Doch dies ist ein Irrtum. Fast jeder Zweite lässt verlauten, nichts Privates an seinem Schreibtisch zu haben. In der Begründung wird angegeben, dass Job und Privates getrennt wird.

Etwas über 20 Prozent geben an, dass sie ihren Arbeitsplatz völlig in ihrem Stil gestalten. Ungefähr 20 Prozent geben an, ihren Arbeitsplatz schon individuell zu gestalten, halten sich dabei aber an vorgegebene Firmenrichtlinien. Bei etwa 13 Prozent der Mitarbeiter steht nur ein Foto von dem oder der Liebsten auf dem Schreibtisch.

Privates am Schreibtisch…?

Zuerst muss mal erwähnt werden, dass es nicht jedem Arbeitnehmer zusteht, seine eigenen „vier Wände“ so im Unternehmen zu gestalten, wie er es möchte. In manchen Arbeitsumgebungen ist dies einfach nicht möglich. Da, wo es Kundenkontakt gibt, wird es schon schwerer. Vielleicht ist auch hier, wie so oft im Leben, der Mittelweg der richtige. Über eines sind sich die Psychologen jedenfalls einig: Privates am Schreibtisch, wie das Aufstellen von Fotos und anderen privaten Gegenständen, kann sich motivierend auf die Arbeitsleistung auswirken.

In einigen Fällen sollte jedoch von dem Aufstellen von Privatem am Schreibtisch abgeraten werden. Beispielsweise eine Mutter, die ein Baby bekommen hat und nach ihrer Karenz wieder arbeiten geht, wäre sicherlich von einem Foto des Jüngsten eher abgelenkt.

Wann wird Privates am Bürotisch übertrieben?

Dass sich jeder im Büro wohlfühlen soll, ist keine Frage. Wenn es dann aber zu gemütlich wird, sollte Einhalt geboten werden, denn es handelt sich hier schließlich immer noch um einen Arbeitsplatz oder Arbeitsraum. Der Platz für beispielsweise Kerzen sollte doch eher dem Zuhause vorbehalten bleiben. Daheim sollte doch Daheim bleiben. Wer sich trotzdem den Arbeitsplatz dementsprechend gemütlich einrichtet, kann Gefahr laufen, dies als sein zweites Wohnzimmer zu sehen.

Vor allem gilt dies für die Arbeiter, die extrem viel leisten – sie sind mit einem Fuß schon immer zu Hause und vergessen ihr tatsächliches Heimgehen. Nicht zu vergessen sind die Kollegen, die vielleicht, wenn man Schreibtisch an Schreibtisch sitzt, auch ein Wort mitreden möchten. Zu viel Privates am Schreibtisch sollte einfach geklärt werden. Wird beispielsweise die Vorliebe für große Grünpflanzen geteilt, oder hat der Kollege bereits das Gefühl in einem störenden Dschungel zu arbeiten?

Wie viel Privates am Arbeitsplatz ist rechtlich erlaubt?

Nach Meinung der Experten werden zu diesem Thema keine ausdrücklichen Regelungen gefunden. Jedoch bestimmen Firmen vor allem in Bereichen mit Kundenkontakt schon das Erscheinungsbild der Räumlichkeiten. Somit erlebt das Thema Privates am Schreibtisch ein eher eingeschränktes Privates für diese Mitarbeiter. Ist ein Betriebsrat vorhanden, haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, die Frage hier generell zu regeln. Hier wird empfohlen, sich im Vorfeld mit den Kollegen abzusprechen, damit Streitigkeiten erst gar nicht entstehen können.

Bildnachweis: blackzheep / stock.adobe.com

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