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Private Beziehungen zu Mitarbeitern eines Konkurrenzunternehmens

Lesezeit: < 1 Minute Private Beziehungen zwischen Mitarbeitern derselben Branche, die bei Konkurrenzunternehmen beschäftigt sind, hinterlassen beim jeweiligen Arbeitgeber häufig einen faden Beigeschmack. Im Extremfall entscheidet sich der Arbeitgeber sogar, wegen des Verdachts der Konkurrenztätigkeit, dem jeweiligen Mitarbeiter zu kündigen.

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Private Beziehungen zu Mitarbeitern eines Konkurrenzunternehmens

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Ein Mitarbeiter einer Immobiliengesellschaft, zuständig für die Objektbetreuung, hatte sich privat in seiner eigenen Wohnung mit einem Kunden seines Arbeitgebers getroffen. Die beiden besprachen dabei ein Hotelprojekt. Der Arbeitgeber, der den Verdacht hatte, dass der Mitarbeiter ihn bei diesem Projekt außen vor lassen wollte, sprach deshalb die Kündigung des Arbeitsverhältnisses aus. Hiergegen erhob der Mitarbeiter Kündigungsschutzklage.

Die Klage hatte vor dem Arbeitsgericht Frankfurt Erfolg. Da der Arbeitgeber nicht beweisen konnte, dass der Mitarbeiter das Projekt tatsächlich an ihm vorbeischleusen wollte, betrachteten die Richter das Treffen als private Angelegenheit. Private Beziehungen zwischen Mitarbeitern derselben Branche seien nicht von vorneherein verboten. Die Kündigung wegen des Verdachts einer Konkurrenztätigkeit sei daher unbegründet.

Das bedeutet für Sie: Ein Mitarbeiter darf aufgrund seiner Treuepflicht Ihnen gegenüber grundsätzlich nicht aktiv in Ihren Kundenkreis „eindringen“. Allerdings müssen Sie bei einem Kontakt Ihres Mitarbeiters mit Kunden nachweisen können, dass der Mitarbeiter Ihnen tatsächlich Konkurrenz machen will (ArbG Frankfurt / M., 3.7.2002, 4 Ca 9183/01).

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