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Prinzipien für effektives und zeitökonomisches Führen

Lesezeit: 3 Minuten Effektives und zeitökonomisches Führen bedeutet nicht, dass Sie Ihren Zeitaufwand für Führung reduzieren. Denn Ihre Mitarbeiter erwarten zu Recht, dass Sie im Blick haben, wer was leistet, ein offenes Ohr für ihre Belange haben und Zeit finden, sich um ihre berufliche Förderung und Motivation zu kümmern. Effektives und zeitökonomisches Führen gelingt Ihnen, wenn Sie folgende Prinzipien beachten.

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Prinzipien für effektives und zeitökonomisches Führen

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Delegieren Sie nicht nur Aufgaben an Ihre Mitarbeiter, sondern machen Sie auch alle Ihre Erwartungen deutlich. Das kann sich zum Beispiel beziehen auf

  • Leistungen: Grenzen Sie das Aufgabengebiet ein und machen Sie deutlich, was zu tun ist und was nicht dazugehört. Bestimmen Sie Erfolgskriterien, wie Menge, Qualität oder Termintreue. Legen Sie zudem fest, wie das kontrolliert und bewertet wird.
  • Persönliche Entwicklung: Machen Sie Ihre Erwartungen deutlich an Lernbereitschaft, konstruktivem Mitziehen bei Veränderungen von Strukturen und Prozessen und der Offenheit für Kritik.
  • Sozialverhalten: Zeigen Sie, was Sie unter Teamwork verstehen. Was bedeutet das für das gegenseitige Informieren, Vertreten, Aushelfen etc.? Verdeutlichen Sie, dass Sie eine gute Zusammenarbeit mit Kollegen anderer Unternehmensbereiche verlangen, vor allem da, wo häufig Reibungsverluste entstehen.
  • Umgang mit externen Partnern: Vereinbaren Sie einheitliche Sprachregelungen gegenüber externen Partnern. Legen Sie die Kompetenzen Ihrer Mitarbeiter bei Verhandlungen fest. Bestimmen Sie eindeutig, wer im Team für welchen externen Partner zuständig ist.

Führen Sie durch explizites Feedback

Geben Sie Ihren Mitarbeitern bewusst verstärkendes Feedback. Sowohl, wenn diese Ihre Erwartungen erfüllen, aber auch, wenn sie hinter diesen zurückbleiben. Sagen Sie zum Beispiel:

  • "Prima, wie Sie den Einkaufspreis gedrückt haben."
  • "Gut, dass Sie mit dem schwierigen Kunden zu einer Einigung gekommen sind."
  • "Sie müssen sich noch mehr anstrengen, um sich in die neue Technik einzuarbeiten."

Damit motivieren Sie Ihre Mitarbeiter, Ihre Erwartungen an sie zu erfüllen.

Verlangen Sie von Ihren Mitarbeitern, dass Probleme gemeldet werden

Kultivieren Sie in Ihrer Abteilung, dass Mitarbeiter nicht lange herumtüfteln, wenn sie Probleme bei der Arbeit haben, sondern frühzeitig auf Sie zukommen. Keinesfalls sollen die Mitarbeiter ungelöste Probleme vor sich herschieben und bis zum Abgabetag warten, bevor Sie informiert werden. Mit der frühzeitigen Information bei Problemen durch Ihre Mitarbeiter sparen Sie sich die ständige Kontrolle, ob auch wirklich das an einem Arbeitsplatz geleistet wird, was als Ziel vereinbart wurde.

Fördern und erweitern Sie die Kompetenzen Ihrer Mitarbeiter

Vertrauen Sie auf die Intelligenz, wachsende Erfahrung und das Verantwortungsbewusstsein Ihrer Mitarbeiter. Machen Sie sich regelmäßig Gedanken darüber, wie Sie den Entscheidungs- und Gestaltungsspielraum eines jeden Mitarbeiters erweitern können. In der Konsequenz müssen Sie dann auch akzeptieren, dass Entscheidungen nicht immer so ausfallen, wie Sie selbst diese getroffen hätten.

Verweigern Sie die Rückdelegation von Aufgaben

Zwar sind Sie verantwortlich dafür, dass aus Ihrem Bereich fehlerfreie Ergebnisse kommen, jedoch bedeutet das nicht, dass Ihre Mitarbeiter sich Nachlässigkeiten erlauben können nach dem Motto: "Da schaut der Chef sowieso noch mal drüber." Wenn Sie dem nachgeben, erziehen Sie Ihre Mitarbeiter unfreiwillig zum Rückdelegieren und erhalten die Aufgaben zurück, damit Sie diese dann zu Ende bearbeiten. Deshalb ist es wichtig, dass Sie unfertige Arbeiten zurückgeben und um abschließende Bearbeitung bitten. Damit erziehen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, Ihnen nur noch geprüfte Ergebnisse vorzulegen.

Schränken Sie Arbeitskontrollen weitgehend ein

Vertrauen Sie auf Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit Ihrer Mitarbeiter. Kontrollieren Sie nicht, ob auch wirklich alle bei der Arbeit sind, die Pausen nicht überziehen, kein Büromaterial mit nach Hause nehmen oder den Firmenwagen unerlaubterweise privat nutzen. Wenn überhaupt notwendig, beschränken Sie sich auf einzelne Stichproben.

Abschließende Tipps für Ihre erfolgreiche Mitarbeiterführung

Verschanzen Sie sich nicht zu häufig hinter Ihrer verschlossenen Tür. Ein Mitarbeiter, der Sie ansprechen will, sollte nicht immer erst einen Termin machen müssen. Und nutzen Sie informelle Zeiten:

  • Gehen Sie wenigstens einmal pro Woche mit in die Kantine. Seien Sie auch mal bei der Kaffeepause dabei.
  • Lassen Sie sich sehen, wenn ein Mitarbeiter zum Geburtstag Kaffee und Kuchen ausgibt.
  • Bleiben Sie auf dem Gang auf einen Smalltalk stehen, wenn Ihnen ein Mitarbeiter begegnet.

Wenn Sie diese Prinzipien für effektives und zeitökonomisches Führen beherzigen, werden Sie Ihrer Führungsaufgabe mit mehr Freude und Erfolg gerecht.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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