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Preisnachlass: Ist das Ende aller Rabattschlachten schon in Sicht?

Lesezeit: < 1 Minute Rabatt regiert die Konsumwelt – zumindest zurzeit noch. Doch die Tage der extremen Preisnachlässe sind gezählt; das jedenfalls glauben Experten. Dafür sehen Sie eine Reihe von Gründen.

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Preisnachlass: Ist das Ende aller Rabattschlachten schon in Sicht?

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Konsumenten werden rabattmüde
"Rabattaktionen vermiesen die Freude am Einkauf", lautet das Fazit einer Verbraucherbefragung der "Lebensmittelzeitschrift". So lösen zum Beispiel Nachlässe eher Frust aus, wenn der Kunde sein vermeintliches Schnäppchen in einem anderen Geschäft noch preiswerter entdeckt.

Die Flut an Rabatten, Coupons, Kundenkarten und Zugaben erhöht aus Sicht der Konsumenten die Komplexität des Einkaufs und senkt den Spaß daran, so die Marktforscher des Ifm-Instituts in Köln. Einige Händler setzen deshalb bereits auf eine Gegenstrategie. "Preise statt Rabatte" lautet etwa der Werbeslogan bei C&A.

Nachlässe schneiden in die Gewinne
Seit 2001 sind die Preise im Lebensmittelhandel um 3,8 Prozent gesunken, ermittelte die Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg. Die Preissenkungen sind also nicht, wie so oft von Konsumenten angenommen, an anderer Stelle im Sortiment durch Preiserhöhungen ausgeglichen worden. Somit gehen Rabatte auf Kosten des Ertrags. Gleiches gilt für Kaufhäuser, wo die Gewinnspannen deutlich unterhalb der ausgelobten Preisabschläge von bis zu 50 Prozent liegen.

Fazit: Noch bleiben die Deutschen Discount-Weltmeister. Vorerst. Aber mittelfristig werden die Handelsunternehmen ihre Strategie überprüfen. Denn die These, dass Rabatte zusätzlich Kunden anlocken oder Zusatzkäufe bedingen, ist nicht schlüssig bewiesen.

Vor allem wird dieser Effekt umso fragwürdiger, je umfangreicher diese Rabatte auf alle und alles und von allen angeboten werden.

Bisher als wirkungsvoll angesehene Instrumente wie Kundenkarten werden zum Teil schon wieder wegen ausbleibender Wirkung eingestellt. Auch hier sorgt das Überangebot eher für Frust als für Kauflust bei den Konsumenten.

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