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PR 2.0: Was ist neu?

Lesezeit: 2 Minuten PR 2.0 ist ein Schlagwort, das man immer öfter hört. Welchen Einfluss die Web 2.0 Technologien auf die Unternehmenskommunikation haben, lesen sie in diesem Artikel.

2 min Lesezeit

PR 2.0: Was ist neu?

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PR 2.0 Forum
Vor einigen Tagen war ich in München auf dem PR 2.0 Forum, veranstaltet von Kongress Media. Hier wurde viel darüber diskutiert und referiert, was Web 2.0 Technologien, Kommunikationskonzepte und das veränderte Mediennutzungsverhalten für die Unternehmenskommunikation bedeuten. Braucht ein Unternehmen noch Journalisten, um seine Botschaften zu verbreiten? Was bedeutet es, wenn diese altbewährten Gatekeeper wegfallen? Wie geht ein Unternehmen mit den Dialogmöglichkeiten im Netz um? Kann ich es für das Unternehmen nutzbar machen, dass die Verbraucher nicht mehr nur konsumieren sondern bei PR 2.0 auch selbst Content produzieren? Was ist überhaupt Twitter? Und für welche Firmen ist ein Corporate Blog sinnvoll? Fragen über Fragen.

PR 2.0 Forum – Fachleute informieren
Die Teilnehmer am PR 2.0 Forum waren eine heterogene Menge aus PR-verantwortlichen von Unternehmen, PR-Agenturen, Newbies und Web 2.0 Spezialisten. Gleichzeitig haben rund 60 Leute die Veranstaltung per Livestream verfolgt und sich via Twitter (Hashtag #pr2f) an der Diskussion beteiligt.

Zusammenfassen kann man bei PR 2.0 folgende Veränderungen für die UK nennen:

  • Bei PR 2.0 kommuniziert nicht mehr das Unternehmen sondern Einzelpersonen. Via Corporate Blog oder Twitter sind die Kommunikationsverantwortlichen nicht mehr nur den Journalisten bekannt sondern auch interessierten Endverbrauchern.
  • Die Kommunikation wird bei PR 2.0 persönlicher. Via Twitter oder Blog werden nicht mehr nur Unternehmensnews verbreitet, sondern auch persönliche Meinungen und Vorlieben. “Umfassende Political Correctness in der Kommunikation führt am Ende zu maximaler Profillosigkeit.”.
  • Auch die Geschäftsführer und CEOs von Unternehmen werden bei PR 2.0 stärker in die Kommunikation eingebunden und somit öffentlicher.
  • Kommunikationsschwächen fallen bei PR 2.0 stärker auf. Ist ein Unternehmenssprecher eine Schlafmütze, wird das jetzt auch nach außen hin sichtbar.
  • Unternehmen müssen sich bei PR 2.0 auf Dialoge einstellen. Im Blog wird kommentiert, im Twitter werden konkrete Fragen gestellt und auch Antworten erwartet.
  • Kommunikationsfehler fallen bei PR 2.0 direkt auf und verbreiten sich (Beispiel Jack Wolfskin) im schlechtesten Fall wie ein Lauffeuer im Web und von dort in die klassischen Medien wie TV und Print.
  • Unternehmen müssen bei PR 2.0 lernen, mit Kritik umzugehen. Negative Kommentare, schlechte Kritiken in Foren etc. müssen erkannt und beantwortet werden. Hierbei sind Sachlichkeit und Offenheit wichtig. Das ist im ersten Moment für viele Unternehmen schwer, birgt aber die Möglichkeit, aus dem Unternehmen heraus zu reagieren – und zwar direkt.
  • Einzelne Endverbraucher und Multiplikatoren können mit PR 2.0 gezielt angesprochen werden. Man spricht nicht mehr zu einer ganzen Zielgruppe sondern verstärkt auch mit Einzelpersonen.
  • Beachte bei PR 2.0: “Social Media ist wie Unkraut – es wuchert unkontrolliert.” Aber auch bei klassischen Pressemeldungen weiß man nicht, was die Journalisten draus machen. Eine schnelle Verbreitung wird aber durch das Web verstärkt.
  • Konsumenten können bei PR 2.0 viel stärker in Kampagnen integriert werden. Beispiele sind YouTube Wettbewerbe, virale Spots etc.
  • Empfehlungsmarketing funktioniert im Netz auch zwischen Leuten, die sich nicht besonders gut kennen. Gemeinsame Interessen oder die Nutzung des gleichen Netzwerkes reichen da oft schon. Konsumenten beurteilen Produkte und werden gehört.

PR 2.0: Fazit
Zusammenfassend kann man zu PR 2.0 folgendes sagen: Unternehmen sollten offen und interessiert an diese neuen Möglichkeiten herangehen. Gesprochen wird sowieso… durch richtiges Monitoring und eigene Beteiligung kann man jedoch eingreifen und lenken. PR Manager, die nicht zumindest wissen, wie die neuen Technologien und Kommunikationswege funktionieren, werden es zukünftig schwer haben. Trotzdem müssen auch die klassischen Werkzeuge beherrscht werden – denn nichts ist so erfolgreich wie ein Konzert, dass auf einer integrativen Mischung aller Kommunikationsinstrumente gespielt wird – offline wie online.

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