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Personalmanagement: Wann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt werden muss

In vielen Arbeitsverträgen ist eindeutig geregelt, dass eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung innerhalb von 3 Werktagen vorgelegt werden muss. Innerhalb eines Werktages muss eine Krankheit mündlich angezeigt werden. Doch welche Sanktionsmöglichkeiten haben Arbeitgeber, wenn dies nicht erfolgt?

Personalmanagement: Wann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt werden muss

Wenn Mitarbeiter nicht – wie im Arbeitsvertrag gefordert – eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen, verstoßen sie damit gegen ihre Pflichten aus dem Arbeitsvertrag. Eine solche Pflichtverletzung berechtigt den Arbeitgeber, die Mitarbeiterin abzumahnen. Dies ist die einzige arbeitsrechtliche Sanktionsmöglichkeit. Die Stunden, die die Mitarbeiter aufgrund der Krankheit nicht arbeiten konnten, dürfen Arbeitgeber jedoch nicht vom Stundenkonto streichen. Die Sanktion beschränkt sich auf die Möglichkeit der Abmahnung wegen arbeitsvertraglicher Pflichtverletzungen.
Wenn der Mitarbeiter nachträglich ein Attest einreicht, welches dokumentiert, dass er im angegebenen Zeitraum arbeitsunfähig erkrankt war, kann der Arbeitgeber das ärztliche Attest zunächst nicht anzweifeln. Nur wenn er begründete Zweifel an einer tatsächlichen Arbeitsunfähigkeit hat, kann er zusätzlich den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) um eine Überprüfung bitten. Die verspätete Vorlage der Bescheinigung reicht als Begründung nicht aus. Sie lässt tatsächlich keinen Rückschluss darauf zu, dass die Mitarbeiterin nicht zum angegebenen Zeitpunkt erkrankt war.

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