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Personalentwicklung und Lernpsychologie: Operantes Konditionieren (Teil 1)

Lesezeit: 2 Minuten Lernpsychologische Theorie und Praxis spielt in der Aus- und Weiterbildung eine dominante Rolle. Ausbilder und Personalentwickler sollten über einen Grundstock lernpsychologischer Erkenntnisse verfügen, um die eigene pädagogische Reflexivität erhöhen zu können.

2 min Lesezeit

Personalentwicklung und Lernpsychologie: Operantes Konditionieren (Teil 1)

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Lernpsychologie ist eine wichtige Disziplin für Aus- und Weiterbildner. Auch in der Personalentwicklung wird die berufliche Praxis durch die Anwendung unterschiedlicher Konzepte und Theorien bestimmt. Eine Traditionslinie zeichnet seit mehreren Jahrzehnten der Behaviorismus, der nicht nur in der Schulpraxis, sondern auch bei Verhaltensmodifikationen oder im Verkaufstraining Anwendung findet.

Grundzüge des Behaviorismus
B. F. Skinner gilt als Gründungsvater des operanten Konditionierens, einer weiter entwickelten Form des einfachen Behaviorismus, der sich seit Watson mit den beobachtbaren Aspekten des Verhaltens (Behavior) beschäftigt. Etwas genauer gesagt, nimmt der Behaviorismus an, dass das Verhalten sich aus Reaktionen zusammensetzt, die beobachtet werden können und mit anderen beobachtbaren Vorgängen zusammen hängen. Behavioristen sehen das "psychische Innenleben" als black box an, nur das Reiz-Reaktionsschema ist als beobachtbare Größe relevant.

Das operante Konditionieren
Skinner beobachtete und beschrieb die Beziehungen zwischen unabhängigen Variablen (Verstärkungsarten und Verstärkungsplänen) und abhängigen Variablen (z. B. Reaktionen auf Reizimpulse und Verstärkungspläne)

Verstärkungsmechanismen – z. B. Belohnungen – werden gezielt eingesetzt, um eine bestimmtes Verhalten zu erzeugen oder zu stabilisieren. Incentives – häufig als generalisierte Belohnungsformen – werden gezielt zur Motivationsstärkung in dem betrieblichen Alltag genutzt.

Verstärkung ist ein wichtiges Element 
Mit Verstärkung sind alle Reize gemeint, die die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Reaktion erhöhen, der Reiz muss deshalb nicht nur ein positiver sein. Allerdings hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass positive Stimuli eine erheblich größere Wirkung auf das gewünschte Verhalten ausüben als negative (z. B: Bestrafung). Ein einfaches Beispiel aus der Schulpraxis wäre, wenn ein mathematisch desinteressierter Schüler, aber begeisterter Leser, als Belohnung für die Rechenaufgaben danach intensiver seiner Leselust frönen dürfte.

Verhaltensmodifikation und Personalentwicklung
Der Behaviorismus gilt als einfaches lernpsychologisches Konzept, dass besonders bei Kindern und Jugendlichen erfolgreich wirken kann. Aber auch delinquente Erwachsene, die ein neues Verhaltensrepertoire erwerben müssen, sind genauso als Zielgruppe eines Konzeptes des Operanten Konditionierens zugänglich wie Vertriebsmitarbeiter, deren Verkaufsstrategien mit Konditionierungstechnik erarbeitet worden sind.

Auch der Kommunikationsfluss kann durch einen behavioristisch aufmerksamen Zuhörer gesteuert werden.

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