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Personalentwicklung und Lernpsychologie: Kognitivismus (Teil 2)

Lesezeit: < 1 Minute Lernpsychologische Grundlagen gehören zum Handwerkszeug guter Ausbilder, Personalentwickler und Personalmanger. Nachdem im ersten Teil mit dem Behaviorismus ein technologisches Gegenstück zu einer ganzheitlichem Lerntheorie beschrieben wurde, bietet die Gestalttheorie - als eine Spielart des Kognitivismus - eine intuitive und problemorientierte Variante der Lernpsychologie an.

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Personalentwicklung und Lernpsychologie: Kognitivismus (Teil 2)

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"Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile" – eine Aussage, die in ihrer Interpretation durch die Gestaltpsychologen immer wieder bewiesen wurde. Musikinterpretationen, die Wahrnehmung lyrischer oder poetischer Texte, aber auch die ganzheitliche Wahrnehmung physikalischer Phänomene etc. unterstreichen die ganzheitlichen Zusammenhänge.

Die ganzheitliche Wahrnehmung spielt nicht nur im Kognitivismus, sondern auch in der Personalentwicklung eine Rolle.

Personalentwicklung und Lernpsychologie: Die Gestaltpsychologie
Die Gestaltpsychologie wird gewöhnlich als eine Wissenschaft definiert, die eine plötzliche Wahrnehmung von Beziehungen zwischen den Elementen einer Problemsituation wahrnimmt. Die Schlüsselwörter für Gestaltpsychologen wie Köhler, Wertheimer oder Lewin sind Einsicht, Wahrnehmung, Intuition und Problemlösung – Schlüsselwörter, die auch für die Personalentwicklung von Bedeutung sind.

Personalentwicklung und Lernpsychologie: Gesetze der Gestaltpsychologie
Prägnanz als Gesamtgesetz intendiert, dass ein "Gesetz zur guten Gestalt" existiert. Darunter werden Phänomene und Prinzipien formuliert, mit deren Hilfe psychologische Phänomene beschrieben werden können:

  • Prinzip der Geschlossenheit
  • Prinzip der Kontinuität
  • Prinzip der Ähnlichkeit
  • Prinzip der Nähe

Allerdings hat die Anwendung dieser Prinzipien keine große Anerkennung in der Fachwelt erfahren.

Personalentwicklung und Lernpsychologie: Die Feldtheorie nach Kurt Lewin 
Meines Erachtens ist für die Personalentwicklung die Lewinsche Theorie des Feldes und des Lebensraumes sehr zu beachten. Hier findet man auch Anschluss an die Figurationssoziologie eines Norbert Elias oder an einfache lernpsychologische Konfliktsituationen. Lewin formuliert ein Feld weit – nicht ausschließlich als Figur-Grund-Komponenten, sondern auch als Glaubenshaltungen, Gefühle, Ziele und Alternativen.

Personalentwicklung, Konflikt und Feldtheorie
Beziehungen spielen in der Personalentwicklung sowie in der Lernpsychologie eine wichtige Rolle. Diese Beziehungen kann man in der Feldtheorie auch als Vektoren darstellen, die eine unterschiedliche Stärke ausüben. Daraus können sich verschiedene Konfliktsituationen ergeben. Lefrancois führt einige aus, die uns im täglichen Umgang immer wieder begegnen:

Annäherungs-Annäherungs-Konflikt (beide Partner haben Annäherungsprobleme) oder Annäherungs-Vermeidungs-Konflikte (Karriere und geringe geografische Mobilität sollen gleichzeitig erreicht werden).

Lernpsychologie in der Personalentwicklung
Der Einfluss Kurt Lewins und der Gestaltpsychologie wird auch in Trainingskonzepten oder Encounter-groups deutlich.

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