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Personaldienstleister: Vorsicht bei Gehaltsverhandlungen

Lesezeit: 2 Minuten Normalerweise unterscheidet sich das Vorstellungsgespräch bei einem Personaldienstleister nicht von denen bei Unternehmen für eine Festanstellung. Vorsicht ist jedoch manchmal ratsam. Worauf Sie achten sollten und wie Sie am besten reagieren, lesen Sie im nachfolgenden Artikel.

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Personaldienstleister: Vorsicht bei Gehaltsverhandlungen

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Bevor es überhaupt um die Vergütung geht, erzählt der Personaldisponent meist erst etwas zum Unternehmen und zur Zeitarbeit generell – sofern Sie in dem Bereich noch keine Erfahrungen haben – und gleicht anhand Ihrer Bewerbungsunterlagen mit Ihnen Ihre beruflichen Wünsche und Qualifikationen ab.

Manche Personaldienstleister führen auch einen Einstellungstest durch aufgrund von schlechten Erfahrungen mit manchen Bewerbern, die sich in ihren Unterlagen mehr Wissen zugestanden haben als tatsächlich vorhanden, sodass dies dann zu Konflikten mit den Entleihbetrieben führte, wenn der Bewerber beispielsweise in der Realität nicht über die sehr guten, in der Bewerbung angegebenen Englischkenntnisse verfügte.

Der Verlauf eines Vorstellungsgesprächs bei einem Personaldienstleister

Über die Vergütung und weitere Leistungen wie Fahrtkostenzuschuss, Verpflegungsmehraufwendungen, vermögenswirksame Leistungen etc. wird meist erst gegen Ende der Unterhaltung gesprochen. Stehen jedoch bei dem Gespräch gar nicht Ihre Qualifikationen im Vordergrund, sondern geht es direkt um den Stundenlohn, ist Vorsicht geboten.

Gerade bei Arbeitslosen und bei von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen versuchen manche Personaldienstleister, dem Bewerber eine Stelle mit einer geringen Vergütung bei gleichzeitigen hohen Anforderungen schmackhaft zu machen mit den Worten "Sie sind ja demnächst arbeitslos" oder "Mehr will unser Kunde nicht zahlen." Auf solche Erpressungsversuche sollten Sie sich gar nicht erst einlassen, zumal es auch genug Personaldienstleister am Markt gibt, die ihre Zeitarbeiter fair entlohnen, sodass diese nicht auf ergänzende Hilfen wie Hartz IV (sog. Aufstocker) angewiesen sind.

Außerdem befinden Sie sich in einem Vorstellungsgespräch und nicht auf einem Basar, auf dem getrost gefeilscht werden kann. Auch das Argument mancher Personaldienstleister, dass man bei der Zeitarbeit nicht reich wird, gehört in die Klischee-Kiste und sollte nicht ernst genommen werden.

Das Argument Übernahme-Option als Lockmittel

Viele Personaldisponenten hoffen, dass der Bewerber die zu gering vergütete Stelle doch noch annimmt, wenn sie ihm eine Übernahme-Option durch den Entleiher in Aussicht stellen. Bei einer Festübernahme könnte das Gehalt selbstverständlich neu ausgehandelt werden, aber vielfach gibt es diese Übernahme-Option gar nicht wirklich, sondern soll nur als Fake-Argument dazu dienen, den Bewerber dazu zu bringen, in der Hoffnung auf eine feste Stelle für eine zu geringe Vergütung einen Vertrag bei dieser Zeitarbeitsfirma zu unterschreiben. Bei solchen Firmen, die ein Gespräch in der Art mit Ihnen führen, sollten Sie in keinem Fall einen Arbeitsvertrag unterschreiben.

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