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Pensionsalter 67: Eine Herausforderung für den Arbeitsschutz?

Lesezeit: 2 Minuten Deutschland führte das Pensionsalter mit 67 Jahren ein. Was bedeuten ältere Arbeitnehmer für den Arbeitsschutz? Vor welchen Herausforderungen steht der Arbeitsschutz bei älteren Arbeitnehmern? Wo können Menschen mit über 60 in Ihrem Unternehmen eingesetzt werden?

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Pensionsalter 67: Eine Herausforderung für den Arbeitsschutz?

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Hohes Pensionsalter – Deutschland ist Vorreiter
Deutschland hat vor einiger Zeit das Pensionsalter auf 67 Jahre hinaufgesetzt. Es stellt sich die Frage, ob das für alle älteren Arbeitnehmer gleichermaßen sinnvoll ist. Wenn man zum Beispiel einen Büroarbeitsplatz hat, so ist man keiner körperlichen Beanspruchung ausgesetzt. Daher spielt es körperlich fast keine Rolle, wenn man später in Pension geht oder nicht. Was machen aber Menschen, die eine schwere körperliche Arbeit verrichten?  

Wie wir wissen, lässt die körperliche Leistungsfähigkeit durch den natürlichen Alterungsprozess mit zunehmendem Alter nach. Das Bücken wird mühsamer, die Muskulatur lässt nach, man sieht und man hört schlechter. Diese Tatsache stellt eine besondere Herausforderung auch für den Arbeitsschutz dar. Wir haben dieses Thema bereits ausführlich im Artikel über den Alterssimulationsanzug behandelt.

Wie sieht das aber in der Praxis aus?
Natürlich klingt es plausibel, dass wir aufgrund der zunehmenden Überalterung unserer Gesellschaft mit dem höheren Pensionsalter einen Solidaritätsbeitrag zahlen müssen, damit unsere Pensionen gesichert sind. Aber ist das für alle gleichermaßen sinnvoll? Es gibt sehr viele Statistiken, die das theoretisch belegen. Aber Zahlen sind einfach nur Zahlen.

In der Praxis ist ein Schwerarbeiter froh, wenn er vor dem Pensionsalter von 67 Jahren in Pension gehen könnte. Er wird schließlich nicht jünger. Was macht aber ein Arbeitgeber, wenn dieser Schwerarbeiter nicht mehr imstande ist, seine bisherige körperlich anstrengende Arbeit zu verrichten?  

Die Lösung scheint einfach
Früher in Pension schicken oder an einem anderen Arbeitsplatz einsetzen? Für große Firmen ist das kein Problem, da es für Arbeitnehmer immer alternative Stellen gibt, wo man sie je nach Fähigkeiten einsetzen kann. Die Frage ist, was man in den kleineren und mittleren Unternehmen tun kann, wo es weniger Alternativen gibt. 

Hier einige Lösungsansätze für ältere Arbeitnehmer: 

  • Gestalten Sie den Arbeitsplatz für einen älteren Arbeitnehmer so ergonomisch wie möglich 
  • Berücksichtigen Sie dabei die verminderte körperliche Leistungsfähigkeit 
  • Bewerten Sie den Arbeitsplatz neu, indem Sie die Einschränkungen älterer Arbeitnehmer besonders berücksichtigen. 
  • Halten Sie sich vor Augen: Ältere Arbeitnehmer haben eine reichhaltige Erfahrung und eine langjährige Praxis. Lassen Sie dieses wertvolle Wissen vor allem jüngeren Arbeitnehmern zu Gute kommen. Ältere Arbeitnehmer eignen sich hervorragend als Ausbildner, Coach und Informationsträger. 
  • Geben Sie älteren Arbeitnehmern bei Bedarf die Möglichkeit, eine leitende oder anleitende Funktion einzunehmen.

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