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Opportunitätskosten in der Produktion ermitteln

Lesezeit: 2 Minuten Opportunitätskosten entstehen in der Produktion durch den entgangenen Nutzen oder Gewinn, der bei mehreren Alternativen durch die Entscheidung für die eine und gegen die andere Möglichkeit entsteht. Erfahren Sie hier, wie Sie die Opportunitätskosten richtig kalkulieren.

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Opportunitätskosten in der Produktion ermitteln

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Bei den Opportunitätskosten handelt es sich nicht um Kosten im Sinne der Kosten- und Leistungsrechnung. Vielmehr handelt es sich um ein ökonomisches Konstrukt zur Quantifizierung entgangener Alternativen. Opportunitätskosten sind gerade in der Produktion von großer Bedeutung.

Arten von Opportunitätskosten in der Produktion

Bei den Opportunitätskosten in der Produktion können Sie zwischen inputbezogenen und outputbezogenen Kosten unterscheiden. Inputbezogene Opportunitätskosten entstehen, wenn der Deckungsbeitrag
eines zu produzierenden Gutes auf den Inputfaktor (Arbeitsstunden,
Stück, Tonnen etc.) relativiert wird. Zur Beurteilung der Opportunitätskosten darf nicht der absolute, sondern muss der relative Deckungsbeitrag (je Zeiteinheit) herangezogen werden.

Opportunitätskosten in der Produktion im Falle von Engpässen

Im Normalfall ist für die Aufnahme von Erzeugnissen in das Produktionsprogramm
die Höhe der Deckungsbeiträge entscheidend. Sind aber betriebliche
Kapazitätsengpässe vorhanden, ist es zwingend erforderlich, als
zusätzliches Auswahlkriterium die Inanspruchnahme des Engpasses durch
die verschiedenen Produktarten heranzuziehen. Dieses erfolgt im Rahmen
der Kalkulation mit Opportunitätskosten in der Produktion.

Das bedeutet, dass bei einem Engpass die Kapazitäten dieses Engpasses
(beispielweise einer bestimmten Maschine) so auf die möglichen Produkte
verteilt werden müssen, dass der Deckungsbeitrag insgesamt maximiert
wird. Unter Berücksichtigung von Opportunitätskosten kommt es in der
Produktion daher nicht mehr auf den absoluten Deckungsbeitrag der
verschiedenen Produkte an, sondern vielmehr auf die relativen
Deckungsbeiträge, die pro Zeiteinheit der Engpasskapazität erzielt
werden können.

So ermitteln Sie den relativen Deckungsbeitrag in der Produktion

In der Produktion stellt häufig eine bestimmte Maschine den Engpassfaktor dar. Das heißt, Sie könnten – wenn die Maschine eine höhere Kapazität hätte – eigentlich mehr produzieren. Da Sie mit den Gegebenheiten leben müssen (sofern Sie die Kapazitäten nicht durch Kauf einer neuen Maschinen erhöhen wollen), müssen Sie sich entscheiden, welche Produkte auf der Maschine bearbeitet werden sollen.

In einem solchen Fall ermitteln Sie den relativen Deckungsbeitrag als Quotient des Deckungsbeitrages des Erzeugnisses und des Zeitbedarfs dieses Erzeugnisses pro Mengeneinheit auf der Engpasskapazität. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Opportunitätskosten in der Produktion bestimmt dann allein die Rangfolge dieser relativen Deckungsbeiträge die Produktionsrangfolge der Produkte.

Kalkulation von Opportunitätskosten in der Produktion

Für die Kalkulation Ihrer Erzeugnisse berücksichtigen Sie neben den variablen Produktionskosten dann natürlich auch die Opportunitätskosten der Produktion. Der Nutzen eines Produktes ergibt sich dann als Differenz zwischen dem Preis einerseits und den variablen Produktionskosten einschließlich der Opportunitätskosten.

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