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Offene Stellen wegen Wirtschaftskrise rückläufig

Lesezeit: 2 Minuten Die Unternehmen sind in Bezug auf Neueinstellungen derzeit sehr zurückhaltend. Die aktuellen Zahlen über offene Stellen in Deutschland belegen, dass im ersten Quartal 2009 die Personalplanung kräftig auf die Bremse drückt.

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Offene Stellen wegen Wirtschaftskrise rückläufig

Offene Stellen wegen Wirtschaftskrise rückläufig

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Nachdem der Rückgang der Zahl offener Stellen für das vierte Quartal 2008 noch überraschend moderat ausfiel, griffen im ersten Quartal 2009 flächendeckend restriktive Einstellungsrichtlinien in den Unternehmen. Wird der Abbau von Stellen geplant, gelten naturgemäß auch Einschränkungen hinsichtlich Neueinstellungen bis hin zum Einstellungsstopp.

Offene Stellen mögen innerbetrieblich zwar noch vorhanden sein, diese werden aber nicht mehr als solche publiziert. Vielmehr wird versucht zur Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen vorhandene Mitarbeiter so zu qualifizieren, dass sie die offenen Stellen ausfüllen können. Wo dies nicht möglich ist und es sich um betriebsnotwendige Positionen handelt, müssen offene Stellen trotz Personalabbau ausgeschrieben werden.

Offene Stellen im ersten Quartal drastisch rückläufig

Während das vierte Quartal 2008 gegenüber dem gleichen Quartal 2007 einen Rückgang von 11% auswies, ging die Zahl der offenen Stellen im ersten Quartal 2009 gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres um 24% zurück. Dies ist erstaunlich, denn aufgrund der schon im Herbst 2008 deutlichen Krisensituation wäre zu erwarten gewesen, dass die Unternehmen früh die Tore für Neueinstellungen schließen. In vollem Umfang ist dies offensichtlich erst im neuen Jahr passiert.

Dies zeigt, dass der Bedarf an neuen Arbeitskräften betrieblich eigentlich vorhanden ist, denn die demographische Entwicklung ruft bereits jetzt einen hohen Ersatzbedarf aus Altersgründen hervor, der derzeit aufgeschoben wird.

Im Westen stärkerer Rückgang der offenen Stellen

Bilden sonst meist die neuen Bundesländer das Schlusslicht, wenn es um wirtschaftliche Zahlen geht, sieht dies bei der Zahl der offenen Stellen anders aus. Der Rückgang ist in den alten Bundesländern stärker als im Osten Deutschlands. Dies mag vor allem an den personalintensiven Produktionsstätten der Industrie liegen, die derzeit stark und teilweise existenzbedrohend betroffen sind. Diese liegen größtenteils in Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen.

Offene Stellen in bestimmten Berufszweigen noch vorhanden

Besonders in Ingenieurberufen, aber auch im sozialen Bereich herrscht trotz der Wirtschaftskrise eine hohe Arbeitskräftenachfrage. Im Bereich der sozialen Berufe stieg die Zahl der offenen Stellen gegen den Trend sogar an.

Personalplanung muss die offenen Stellen weiter berücksichtigen

Der tatsächliche Arbeitskräftebedarf stellt sich unternehmensintern zunehmend anders dar, als ihn die veröffentlichte Zahl der offenen Stellen suggeriert. Aufgrund des aus obengenannten Gründen verhängten Einstellungsstopps werden Stellen nicht besetzt, obwohl der Bedarf innerbetrieblich klar erkennbar ist. So findet eine Arbeitsverdichtung oder das temporäre Aussetzen von Leistungen (insb. in internen Bereichen) statt.

Die Personalplanung muss dies berücksichtigen und ggf. Vorsorge treffen, denn wenn die wirtschaftliche Lage sich wieder entspannt hat, ist damit zu rechnen, dass der aufgestaute Bedarf zu neuen Einstellungen führt.

Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung hat die Zahlen der offenen Stellen im Detail veröffentlicht.

Bildnachweis: Norman Chan / stock.adobe.com

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