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Nicht nur zur Buchmessezeit: Literatur-Smalltalk

Lesezeit: 2 Minuten Jedes Jahr im Oktober findet in Frankfurt die Buchmesse statt. Seit 1949 gibt es sie. Ein Anlass, mit Ihrem Smalltalk-Gesprächspartner über Bücher und Literatur zu sprechen. Das können Sie freilich nicht nur zur Buchmessesaison. Bücher werden in jeder Jahreszeit gelesen!

2 min Lesezeit

Nicht nur zur Buchmessezeit: Literatur-Smalltalk

Lesezeit: 2 Minuten

So starten Sie Ihren Bücher-Smalltalk
Steigen Sie mit einem Rätsel in den Smalltalk ein: "Eine seltsamere Ware gibt es schwerlich in der Welt: Von Leuten gedruckt, die sie nicht verstehen. Von Leuten verkauft, die sie nicht verstehen. Gebunden, rezensiert und gelesen von Leuten, die sie nicht verstehen. Und nun gar geschrieben von Leuten, die sie nicht verstehen."

Ihr Gegenüber wird es wohl bald erraten. Der Spruch stammt übrigens von Georg Christoph Lichtenberg. Dabei schrieb der Göttinger Physikprofessor selbst Bücher. Sogar solche, die mit seinem Fachbereich nichts zu tun hatten. Noch heute, mehr als 200 Jahre nach dem Tod des Verfassers, werden seine gesammelten geistreichen Sprüche, die Aphorismen, gerne gekauft.

Reden Sie im Smalltalk auch über Geld
Mit Büchern Geld zu verdienen ist so eine Sache. Es reicht nicht aus, wenn ein Buch gut geschrieben ist. "Manchmal genügt es, in einem Buch eine einzige Seite aufzuschlagen, und schon hält man sich auf in dieser Behausung, in diesem von der Wirklichkeit handelnden und doch so anderen Reich." Diese Idealvorstellung der ersten Begegnung des Lesers mit einem gedruckten Werk stammt von der Schriftstellerin Brigitte Kronauer. Doch der Weg zu einer solchen Begegnung ist weit.

Fragen Sie Ihr Smalltalk-Gegenüber, ob ihm/ihr beim Aufschlagen einer Seite schon mal das passiert ist, was Brigitte Kronauer beschreibt. Falls ja: Welches Buch hatte er/sie da in der Hand?

Schlagen Sie im Smalltalk wieder den Bogen zum Beginn
Offenbar traute der Autor Lichtenberg den Lesern recht wenig zu. Das lässt nicht nur seine eingangs zitierte Bemerkung vermuten. "Ein Buch ist ein Spiegel", fand der Spötter ein anderes Mal. "Wenn ein Affe hineinguckt, so kann kein Apostel heraussehen." Affe oder Apostel: Vom Geschmack der Leser sind die Autoren nun mal abhängig. Und vom Geschick der Verlage, diese richtig zu bewerben und in den Buchhandlungen zu platzieren. Darum vor allem geht es auf der Buchmesse.

Beenden Sie den Smalltalk wieder mit einem Zitat
Am Wichtigsten – nicht nur auf der Bücherschau, sondern bei jeder Messe – sind die vielen Begegnungen am Rande: Treffen mit Lektoren, Buchhändlern, Verlagsleitern und Vertriebsexperten. Hier erleichtert ein kurzer Smalltalk den Einstieg. Der wird weniger literarisch ausfallen als bei Brigitte Kronauer. Schließlich sind nicht nur Romane und Sachbücher das Thema solcher Unterhaltungen. Es geht auch um Geschäfts- und Scheckbücher, also um Verkaufszahlen und Honorare.

In solchen Situationen trifft ein Zitat des Romanautors Alfred Döblin ins Schwarze: "Der Verleger schielt mit einem Auge nach dem Schriftsteller, mit dem andern nach dem Publikum. Aber das dritte Auge, das Auge der Weisheit, blickt unbeirrt ins Portemonnaie."

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