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Neues Arbeitszimmer-Urteil: Der Arbeitsplatz entscheidet

Lesezeit: < 1 Minute Im ersten Beitrag zur unserer Serie Arbeitszimmer-Urteil berichteten wir bereits über die früheren Regelungen zum Arbeitszimmer. Sozusagen eine Chronologie der Ereignisse. Mit diesem Beitrag steigen wir nun in die Details ein und erläutern, warum der Arbeitsplatz des Steuerpflichtigen von Bedeutung ist und was die Richter konkret entschieden haben.

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Neues Arbeitszimmer-Urteil: Der Arbeitsplatz entscheidet

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Urteil zum Arbeitszimmer: Der Sachverhalt
Im Urteilsfall ging es um einen Hauptschullehrer. Dieser nutzte täglich für zwei Stunden ein ausschließlich beruflich genutztes häusliches Arbeitszimmer. Die von ihm beantragte Zuweisung eines Arbeitsplatzes in der Schule zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts wurde seinerzeit abgelehnt. Ein anderer Arbeitsplatz als sein Arbeitszimmer stand ihm daher nicht zur Verfügung.

Das Finanzamt ließ jedoch keine Steuerminderung wegen der Kosten für das Arbeitszimmer zu, obwohl ein anderer Arbeitsplatz nicht vorhanden war. Das aktuelle Urteil des Bundesverfassungsgerichtes richtet sich daher gegen die Meinung des Finanzamtes.

Urteil: Ohne anderen Arbeitsplatz gibt es das Arbeitszimmer
Das Urteil der Richter des Bundesverfassungsgerichts war denkbar knapp. Mit nur 5:3 Stimmen erklärten sie die bisherige gesetzliche Regelung zum Arbeitszimmer für teilweise verfassungswidrig.

Teilweise bedeutet dabei: Nur soweit die Kosten für das häusliche Arbeitszimmer laut Gesetz nicht steuermindernd berücksichtigt werden dürfen, obwohl ein anderer Arbeitsplatz für diese steuerpflichtige Tätigkeit nicht vorhanden ist, liegt ein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes vor. So das Urteil des Senats.

Über dieses Detail des Urteils hinaus haben sich die Verfassungsrichter aber auch mit der Frage beschäftigt, ob ein vollkommenes Abzugsverbot rechtens ist, wenn das Arbeitszimmer aus zeitlicher Sicht zu mehr als 50 % der gesamten betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit genutzt wird. Diesbezüglich werden jedoch keinerlei verfassungsrechtlicher Bedenken gesehen, weshalb ein komplettes Abzugsverbot in solchen Fallvarianten rechtens ist.

Im kommenden Beitrag zeigen wir Ihnen nun die praktischen Konsequenzen aus der Entscheidung auf und erläutern Ihnen wie Sie am besten vorgehen.

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