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Neuer Verwalter muss keine Unstimmigkeiten klären

Muss ein neuer Verwalter Nachforschungen anstellen, wenn die gebuchte Instandhaltungsrücklage nicht mit dem tatsächlichen Guthaben auf dem WEG-Konto übereinstimmt? Nein, sagt dazu das Landgericht München (Beschluss v. 11.08.2016, Az. 1 T 10569/16). Das gehört nicht zu seinen regulären Verwalteraufgaben.

Neuer Verwalter muss keine Unstimmigkeiten klären

Neuer Verwalter muss keine Unstimmigkeiten klären

60.000 € Instandhaltungsrücklage fehlen

Eine WEG hatte einen neuen Verwalter bestellt. Der prüfte die Unterlagen, die sein Vorgänger ihm hinterlassen hatte, und stellte fest: Es gab eine erhebliche Differenz zwischen der gebuchten Summe der Instandhaltungsrücklagen und dem tatsächlich vorhandenen Geldvermögen auf dem Konto.

Auf rund 60.000 € belief sich der Unterschied. Die Mitglieder der WEG verlangten daraufhin von ihm, nachzuforschen und den Sachverhalt aufzuklären.

Das jedoch wollte der Verwalter nicht tun, und so erhob die WEG Klage.

Aber das angerufene Gericht stellte sich auf seine Seite: Es gehöre nicht zum Aufgabenbereich eines Verwalters, Unstimmigkeiten und Unklarheiten aus der Zeit vor seinem Amtsantritt aufzuklären.

Falls er jedoch dazu bereit sei, stehe ihm dafür auch eine angemessene Vergütung zu.

Fazit: Keine Verantwortung für „Altlasten“

Wer sich als neu bestellter Verwalter bei einer WEG einfindet, braucht nicht zu befürchten, erst einmal viel Zeit für wenig Bezahlung mit dem Aufspüren vergangener Fehler zu verbringen.

Der oder die Betreffende kann diese Aufgabe ablehnen oder Geld dafür verlangen.

Bildnachweis: © asafeliason/123rf.com

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