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Nehmen Sie beim Einstellungsverfahren Ihre Pflicht gegenüber Schwerbehinderten ernst

Lesezeit: < 1 Minute Beim Einstellungsverfahren ist jeder Arbeitgeber verpflichtet zu prüfen, ob die Stelle mit einem Schwerbehinderten besetzt werden kann, so schreibt es das Sozialgesetzbuch (§81 IX SGB) seit 2001 vor. Dazu müssen Sie auch die Arbeitsagentur einschalten. Diese Verpflichtung wurde oft ignoriert, aber ein neues Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) könnte das jetzt ändern.

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Nehmen Sie beim Einstellungsverfahren Ihre Pflicht gegenüber Schwerbehinderten ernst

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Die Entscheidung des BAG besagt, dass bereits das Nichteinschalten der Arbeitsagentur bei der Bewerbersuche bereits für die begründete Vermutung ausreicht, dass der Betrieb kein Interesse an der Beschäftigung Schwerbehinderter hat. Mit diesem Argument allein könnte ein abgelehnter schwerbehinderter Bewerber bereits eine Klage begründen.

Zwar kann die vermutete Diskriminierung widerlegt werden, wenn die Ablehnung wegen sachlicher Kriterien erfolgte. Im betreffenden Fall wurden FH-Absolventen gesucht und Universitätsabsolventen abgelehnt. Der schwerbehinderte Bewerber war Uni-Absolvent und klagte. Das BAG hielt das Auswahlkriterium beim Einstellungsverfahren für ungerechtfertigt, und der Arbeitgeber musste eine Entschädigung zahlen (BAG vom 12.09.2006, 9 AZR 807/05).

Nehmen Sie also Ihre Pflichten im Einstellungsverfahren nicht auf die leichte Schulter. Informieren Sie den Betriebsrat und die Schwerbehindertenvertretung über schwerbehinderte Bewerber. Im öffentlichen Dienst sind Sie außerdem verpflichtet, diese Bewerber auf jeden Fall zum Vorstellungsgespräch einzuladen (§82 SGB IX).

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