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Nebenjob: So kommen Sie Ihren Steuerpflichten nach

Lesezeit: 2 Minuten Kaum ein Nebenjobber denkt in der Startphase an das Finanzamt. Wer jedoch mit einem guten Jobkonzept erfolgreich Geld verdienen will, sollte von Anfang an seinen Pflichten als Steuerzahler nachkommen. Gewinnermittlung, Gewerbe- und Umsatzsteuer gehören zum kleinen Einmaleins, das Sie beherrschen müssen.

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Nebenjob: So kommen Sie Ihren Steuerpflichten nach

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Als Unternehmer sind Sie zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Neben den Ihnen bekannten Anlagen müssen Unternehmer die Anlage GSE ausfüllen. Hier tragen Gewerbetreibende auf der ersten Seite, und Freiberufler auf der zweiten Seite ihren Gewinn ein. Freiberufler sind z.B. Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Heilpraktiker, Dolmetscher, Architekten, Versicherungsvertreter; Einzelhändler oder Handwerker sind Gewerbetreibende.

Freiberufler oder Gewerbetreibender?

Der Unterschied zwischen den beiden Gruppen besteht darin, dass Gewerbetreibende ab einem Gewinn von rund 24.500 Euro Gewerbesteuer zahlen müssen. Als Freiberufler müssen Sie kein Gewerbe anmelden, sondern nur das für Sie zuständige Finanzamt über die Aufnahme der freiberuflichen Tätigkeit informieren.

Gewinnermittlung: Wie viel haben Sie verdient?

Die meisten Nebenjobber ermitteln ihren Gewinn nach der Einnahmen-/ Überschuss-Rechnung. Hierbei werden die Betriebsausgaben von den Betriebseinnahmen abgezogen. Die Differenz ist der Gewinn oder Verlust. Die Einnahmen-/ Überschuss-Gewinnermittlung ist die einfachste Art der Gewinnermittlung und kann auch von Laien erstellt werden.

Einnahmen-/Überschuss-Rechnung

Sie ist Ihnen vom Prinzip her bereits von der Ermittlung Ihrer Einkünfte aus der Tätigkeit als Arbeitnehmer bekannt. Dort werden vom Arbeitslohn die Werbungskosten abgezogen. Übrig bleiben die Einkünfte, die der Fiskus besteuert. Jetzt kommen Ihre Einkünfte aus einer weiteren Einkunftsart (Gewerbebetrieb) hinzu. Erzielen Sie aus Ihrer unternehmerischen Tätigkeit einen Verlust, so mindert er Ihr zu versteuerndes Einkommen. Ein Gewinn wird zu den Einkünften aus der Arbeitnehmertätigkeit addiert und erhöht Ihr zu versteuerndes Einkommen.

Wenn Sie den Gewinn für das Jahr 2002 ermitteln wollen, müssen Sie sich Gedanken darüber machen, zu welchem Zeitpunkt eine Betriebseinnahme oder Ausgabe zu berücksichtigen ist. Dieses Zu- und Abflussprinzip regelt der §11, Einkommensteuergesetz. Dabei gilt, dass die Betriebseinnahmen oder Betriebsausgaben in dem Kalenderjahr zu erfassen sind, in dem sie zugeflossen bzw. abgeflossen sind.

Vorauszahlungen

Je nachdem, welchen Gewinn Sie pro Jahr erzielen, fordert das Finanzamt Vorauszahlungen an vier Terminen an (10. März, 10. Juni, 10. September, 10. Dezember). Über die Höhe der Vorauszahlungsbeträge erhalten Sie einen Vorauszahlungsbescheid.

Umsatzsteuer

Sofern Sie als Kleinunternehmer tätig sind (Umsatz in 2001 nicht mehr als 16.500 Euro, im laufenden Jahr 2002 nicht mehr als 50.000 Euro), sind Sie von der Umsatzsteuer befreit. Das heißt, Sie dürfen weder Umsatzsteuer berechnen, noch dürfen Sie Umsatzsteuer, die Sie für Ihr Unternehmen gezahlt haben, als Vorsteuer geltend machen. Sofern sich Ihre Umsätze in den o. g. Grenzen bewegen und Sie vorwiegend für Privatpersonen tätig sind, sollten Sie auf die Berechnung von Umsatzsteuer verzichten.

Tipp: Steuerrücklagen

Bilden Sie von jeder Einnahme eine Steuerrücklage von ca. 30 Prozent für etwaige Steuernachzahlungen.

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