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Nadelstichverletzung: Gefahr und Risiko vermeiden

Lesezeit: 2 Minuten Im Krankenhaus, Labors und Arztpraxen werden täglich Patienten geimpft, Blut abgenommen oder Infusionen gesetzt. Dabei kann es vorkommen, dass die Nadel nicht den Patienten trifft, sondern die Person, die sie verwendet. Diese Unfälle sind für das medizinische Personal gefährlich, da Nadelstichverletzungen schwere Infektionen mit sich ziehen können.

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Nadelstichverletzung: Gefahr und Risiko vermeiden

Lesezeit: 2 Minuten

Durchschnittlich passieren pro Jahr in Deutschland zirka zweitausend gemeldete Nadelstichverletzungen. Die Dunkelziffer scheint jedoch bedeutend höher zu sein. Durch die Infektion mit einer Nadel können Sie sich schwere Infektionen zuziehen. Zum Beispiel Tuberkulose, Hepatitis, AIDS und andere Infektionskrankheiten.

Mehr als die Hälfte der Nadelstichverletzungen passieren in Patientenzimmern, gefolgt von Operationssälen und Labors.

Warum Nadelstichverletzungen passieren:

  • Durch Abrutschen beim Entfernen der Nadelschutzkappe oder Stechen in die Ampulle
  • Bei Reinigungsarbeiten durch liegengebliebene Spritzen
  • Bei unsachgemäßer Entsorgung
  • Durch Fremdverschulden, wenn zum Beispiel der Patient unruhig ist oder bei Arbeiten zu zweit
  • Bei Stress, zum Beispiel in der Nacht im Notfall, bei räumlicher Enge
  • Bei neuen Instrumenten oder ungeübtem Hantieren

Wie Sie Nadelstichverletzungen vermeiden können:

Grundsätzlich müssen Sie zwei Maßnahmen treffen. Die
Verhältnisprävention und die Verhaltensprävention. Bei der
Verhältnisprävention müssen Sie die Rahmenbedingungen verändern und bei
der Verhaltensprävention muss das persönliche Schutzverhalten optimiert
werden.

Gestalten Sie den Arbeitsplatz so, dass die zu verwendenden Geräte höchstmögliche Sicherheit bieten, der sichere Arbeitsablauf gewährleistet ist und die Mitarbeiter sicherheitstechnisch unterwiesen sind. Als technische Schutzmaßnahmen stellen Sie nur solche Instrumente zur Verfügung, die ausreichend gesichert oder einen ausreichenden Schutz bieten.

Stellen Sie organisatorische Schutzmaßnahmen sicher. Das bedeutet dass Sie Ihre Mitarbeiter mit Informationen zur Vermeidung von Nadelstichverletzungen, Erstversorgung und Nachversorgung schulen. Jeder Unfall ist zu melden und eine entsprechende Statistik darüber zu führen.

Ihre Mitarbeiter müssen vorsorglich gegen mögliche Infektionen bei Nadelstichverletzungen geimpft und mit einer persönlichen Schutzausrüstung ausgestattet werden. Falls eine Nadelstichverletzung passiert und Ihr Mitarbeiter nicht vorsorglich geimpft wurde, sind entsprechende medizinische Maßnahmen zu treffen, um eine postexpositionelle Prophylaxe durchzuführen.

Was Sie bei einer postexpositionellen Prophylaxe tun müssen:

  • Bei Hepatitis B ist eine aktive und passive Impfung möglich. Am besten so rasch wie möglich bis zu 72 Stunden nach der Nadelstichverletzung.
  • Bei Hepatitis C ist keine Impfung möglich. Mit der Therapie müssen Sie so früh wie möglich beginnen.
  • Bei HIV ist eine Impfung so rasch wie möglich erforderlich, spätestens bis zu 72 Stunden nach der Infektion.

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