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Mobbing am Arbeitsplatz: Vorkommen und Verlauf

Lesezeit: 2 Minuten Mobbing am Arbeitsplatz kann im Laufe des Berufslebens jeden treffen. Aktuelle Studien zeigen, dass in einem Unternehmen mit 100 Beschäftigten ca. 3 Personen aktuell von Mobbing betroffen sind; bei ca. 40 Millionen Erwerbstätigen in der Bundesrepublik Deutschland sind das mehr als 1 Million. Die gesamte Betroffenheitsquote liegt bei 11,3%, d. h. dass jede 9. Person im erwerbsfähigen Alter schon mindestens 1-mal von Mobbing betroffen war.

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Mobbing am Arbeitsplatz: Vorkommen und Verlauf

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Mobbing am Arbeitsplatz: Wer wird gemobbt?

Den typischen Mobbing-Täter und das typische Mobbing-Opfer gibt es nicht. Eine vergleichsweise hohe Wahrscheinlichkeit, gemobbt zu werden, haben aber Personen, die

  • schwache Positionen haben,
  • unter Gleichrangigen eine besonders hohe Qualifikation haben und durch sehr gute Leistungen hervorragen,
  • irgendwie auffallen, sei es durch ein Makel, eine Verhaltensbesonderheit oder eine Behinderung,
  • nach der Ausbildung gerade neu in den Beruf eintreten oder kurz vor dem Ausscheiden aus dem Berufsleben stehen,
  • in einem Betrieb neu eingestellt werden,
  • einer Minderheit angehören.

Mobbing am Arbeitsplatz: Verlauf

Ein ungelöster Konflikt ist meist die Problematik, die einem Mobbingverhalten vorausgeht. Der Streit eskaliert und geht dann in Mobbing über. Dabei werden die schädigenden Handlungen größer und dadurch unberechenbarer. Die Wahrscheinlichkeit, dass aus einem Streit eine Mobbinghandlung erfolgt, erhöht sich mit der Unfähigkeit mit Konflikten konstruktiv umzugehen.

Aus diesem destruktiven Lösungsprozess erfolgen dann Schikanen, die in Mobbing übergehen. Für den Betroffenen erfolgt der Versuch einer Gegenwehr, bleibt diese aber erfolglos, dann wird er immer hilfloser, bis er diese Stresssituation nicht mehr aushält.

Die Handlungen durch Mobbing haben Folgen in Form von psychischen und physischen Störungen. Der Arbeitnehmer reagiert oftmals erst mit erhöhtem Arbeitseinsatz, durch den erhöhten Stress erfolgen aber auch seinerseits Fehler. Der Fokus fällt dann häufg auf das Mobbingopfer und seiner abnehmenden Qualität der Arbeit und nicht auf den Täter.

Arbeitsausfälle bis hin zu psychischen und/oder physischen Störungen sind die Folge. Oftmals rät der Arzt aufgrund folgender Symptome: Psychische Labilität, depressive Verstimmung, nervöse Schlaf- und Essstörung zu einer „Auszeit“, diese macht das Opfer aber durch die Handlungsunfähigkeit passiver und hilfloser.

Durch die aktive und passive Stellungnahme Dritter werden immer mehr Personen in die Problematik einbezogen. Dabei besteht der Kreis weit mehr aus passiven „Möglichmachern“ als aus aktiven Mitmachern.

Mobbing am Arbeitsplatz: Phasen

Im „klassischen“ Verlauf von Mobbing werden vier Phasen unterschieden (nach Holzbecher und Meschkutat, 2002)

Phase 1

  • ungelöste Konflikte
  • Schuldzuweisungen
  • persönliche Angriffe

Phase 2

  • systematische Schikane
  • Verweigerung einer Klärung
  • zunehmende Isolation

Phase 3

  • betriebliche Fehlentscheidungen, wie Abmahnung auf Grund der Fehlzeiten
  • unterbleibende Schutzmaßnahmen

Phase 4

  • Ausschluss aus der Arbeitswelt, z.B. Eigenkündigung, langfristige Krankschreibung und Frühpensionierung

Bildnachweis: Antonioguillem / stock.adobe.com

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