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Mitarbeiterführung: Das können Sie für Mobbing-Opfer tun

Lesezeit: 2 Minuten Meinungsverschiedenheiten, Streiterein, Sticheleien - auch Kollegen innerhalb einer sozialen Einrichtung sind nicht immer einer Meinung. Ein rauer Umgangston gehört manchmal eben dazu. Spätestens aber, wenn immer wieder bestimmte Personen gezielt Opfer von Spott und Ausgrenzung werden, ist das Maß voll. Die Grenze zum Mobbing ist überschritten.

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Mitarbeiterführung: Das können Sie für Mobbing-Opfer tun

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Mobbing liegt dann vor, wenn eine Person von einer oder mehreren Personen systematisch und während einer längeren Zeit direkt oder indirekt angegriffen wird. Mehr als 1,5 Millionen Arbeitnehmer erleben nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund (BAuA) den Terror Tag für Tag am Arbeitsplatz. Der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm. Fast die Hälfte aller Mobbingopfer erkrankt (43,9 %) laut BAuA infolge des Mobbings.
Allein aus diesen Gründen sollten Sie als Leiter Ihrer Einrichtung sofort reagieren, wenn Sie einen Verdachtsfall auf Mobbing haben. Indizien für Mobbing sind unter anderem, dass sich der betroffene Mitarbeiter mehr und mehr zurückzieht, zunehmend depressiv wirkt oder ohne ersichtlichen Grund versetzt werden möchte. Erhärten sich die Anzeichen, dass ein Mitarbeiter aus Ihrer Einrichtung Opfer von Mobbing ist, können Sie beim Betriebsrat oder bei der Sozialberatung um Unterstützung bitten:
  • Sprechen Sie den gemobbten Mitarbeiter zunächst an. Wahrscheinlich wird er sich Ihnen im Gespräch aber nicht sofort offenbaren. Sollte er aber Gesprächsbereitschaft signalisieren, fragen Sie ihn, ob er ein klärendes Gespräch mit den Kollegen in Ihrem Beisein wünscht. Falls nicht, schlagen Sie ihm alternativ vor, zunächst allein mit den Kollegen zu sprechen.
  • Als Gesprächspartner sollten Sie keinesfalls Partei für den gemobbten Mitarbeiter ergreifen. Sind Sie im Führen solcher schwierigen Gesprächen ungeübt, sollten Sie besser auf einen geschulten, möglicherweise sogar externen, Moderator zurückgreifen.
  • Bereiten Sie das Gespräch sehr gut vor: Achten Sie darauf, dass die Mobbingattacken gut dokumentiert sind. Das Mobbingopfer sollte dafür ein Tagebuch führen, in dem sämtliche Vorfälle mit Datum, Uhrzeit und Ortsangabe vermerkt sind. Während des Gesprächs sollten Sie sich allerdings zunächst auf Ihre eigene Beobachtung berufen. Hören Sie sich die Sichtweisen der einzelnen Beteiligten genau an. Weisen Sie auch auf disziplinarische Maßnahmen hin, falls das Mobbing nicht aufhören sollte.
  • Sollte sich die Zusammenarbeit unter den Kollegen trotz der geführten Gespräche nicht verbessern und das Mobbing fortgeführt werden, überlegen Sie, welche disziplinarischen Maßnahmen gegen die Mobber möglich sind. Im Notfall (aber auch nur dann) sollten Sie weitere Schritte in Erwägung ziehen (beispielsweise eine Versetzung).
  • Das wirksamste Mittel gegen Mobbing sind jedoch präventive Maßnahmen. Ein Nährboden für Mobbing sind Unklarheiten in der Arbeitsorganisation und schlechtes Betriebsklima. Sorgen Sie dafür, dass es gar nicht so weit kommt. Achten Sie darauf, dass Konflikte nicht durch unklare Verantwortungsbereiche oder mangelhafte Kommunikation entstehen. Und intervenieren Sie rechtzeitig, damit aus ungelösten Konflikten erst gar kein Mobbing entstehen kann.

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