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Mit „Leichter Sprache“ mehr Kunden erreichen

Lesezeit: 2 Minuten Ihre Werbung kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie vom Leser verstanden wird. Rund 21 Millionen Menschen in Deutschland erreichen Sie niemals mit komplizierten, sondern nur mit sehr einfachen Formulierungen. Bedenken Sie, es könnten immer potenzielle Kunden dabei sein.

2 min Lesezeit
Mit "Leichter Sprache" mehr Kunden erreichen

Mit „Leichter Sprache“ mehr Kunden erreichen

Lesezeit: 2 Minuten

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Menschen nur einfache Satzkonstruktionen verstehen. Einige von ihnen sind lern- oder sprachbehindert. Andere haben unzureichende Sprachkenntnisse. Für diese Menschen gibt es nur wenig zum Lesen. Es fehlen sowohl Bücher als auch andere Informationen.

„Leichte Sprache“

Damit Menschen mit einer geringen Auffassungsgabe nicht länger ausgegrenzt werden, wurde 2006 das Netzwerk „Leichte Sprache“ gegründet. Der Verein setzt sich dafür ein, Inhalte zu veröffentlichen, die wirklich alle verstehen. Inzwischen arbeiten viele Büros mit der Leichten Sprache. Teilweise werden „normal“ oder „kompliziert“ geschriebene Texte sogar in die „Leichte Sprache“ übersetzt.

Behörden sind seit 2014 sogar verpflichtet, Informationen in „Leichter Sprache“ zu veröffentlichen. Werbe- und PR-Verantwortliche haben die Wichtigkeit ebenfalls erkannt und nehmen immer häufiger das Angebot von Schulungen an, um selbst Texte in der „Leichten Sprache“ schreiben zu können.

Hier die wichtigsten Regeln im Überblick:

  • Benutzen Sie einfache Wörter, die jeder kennt und die leicht verständlich sind. Sagen Sie beispielsweise statt „genehmigen“ besser „erlauben“.
  • Werden Sie konkret: Sprechen Sie beispielsweise nicht von Sitzgelegenheiten, sondern von Stühlen. „Bus und Bahn“ ist leichter verständlich als „Öffentlicher Nahverkehr“.
  • Verzichten Sie auf Fach- und Fremdwörter.
  • Benutzen Sie für die gleichen Dinge immer die gleichen (am besten kurzen) Wörter. Schreiben Sie beispielsweise immer „Tablette“, ein Wechsel zur „Pille“ ist in der „Leichten Sprache“ nicht erwünscht.
  • Keine Abkürzungen
  • Verwenden Sie Verben statt Nomen.
  • Schreiben Sie im Aktiv statt im Passiv.
  • Vermeiden Sie den Genitiv.
  • Vermeiden Sie den Konjunktiv.
  • Schreiben Sie Zahlen so, wie die meisten Menschen sie kennen. (arabische Zahlen 1,2,3…). Ziffern sind leichter verständlich als Worte.
  • Schreiben Sie kurze Sätze mit einer Aussage.
  • Benutzen Sie einen einfachen Satz-Bau.
  • Sprechen Sie die Leser mit der „Sie-Anrede“ direkt an.
  • Vermeiden Sie Fragen im Text, da manche Menschen sich dadurch belehrt fühlen oder denken, sie müssten darauf antworten.
  • Schreiben Sie alles zusammen, was zusammen gehört. Querverweise machen einen Text kompliziert.
  • Verwenden Sie eine gerade Schriftart, wie zum Beispiel Arial, Tahoma oder Verdana.
  • Benutzen Sie eine große Schrift und lassen Sie genug Abstand zwischen den Zeilen.
  • Gliedern Sie Ihren Text mit Absätzen und Überschriften.
  • Heben Sie wichtige Dinge mit Fettdruck hervor.
  • Benutzen Sie Bilder, die den Inhalt verdeutlichen.

Wer sollte „Leichte Sprache“ einsetzen?

Richtet sich Ihre Werbung ausschließlich an Akademiker, machen Sie sich mit Leichter Sprache lächerlich. Die vereinfachte Grammatik und die extrem kurzen Sätze kommen hier nicht besonders gut an.

Überlegen Sie sich also vorher, an wen sich Ihre Werbung richten soll. Grundsätzlich ist in der Werbung immer eine einfache Sprache empfehlenswert. Diese ähnelt dem normalen Schriftdeutsch, ist aber immer noch sehr leicht verständlich.

Bildnachweis: Tierney / stock.adobe.com

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