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Mit der Deckungsbeitragsrechnung den Gewinn maximieren

Lesezeit: 2 Minuten Nur wenn der Deckungsbeitrag positiv ist, lohnt sich der Verkauf eines Produktes oder einer Leistung. Mit der Deckungsbeitragsrechnung finden Sie schnell heraus, welche Produkte oder Leistungen den größten Anteil am Gewinn haben.

2 min Lesezeit

Mit der Deckungsbeitragsrechnung den Gewinn maximieren

Lesezeit: 2 Minuten

Mit der Deckungsbeitragsrechnung ist es relativ einfach möglich, für alle Ihre Produkte bzw. Leistungen die Deckungsbeiträge zu ermitteln. Der Deckungsbeitrag (DB) ist die Differenz zwischen dem Nettoerlös (Preis) und den variablen Kosten eines Produktes, einer Dienstleistung oder eines Auftrags.

Die Deckungsbeitragsrechnung trennt variable und fixe Kosten

Für die Deckungsbeitragsrechnung ist es erforderlich, den Gesamtkostenblock in seine fixen und variablen Komponenten aufzuspalten.

Hinweis: Nimmt man es ganz genau, differenziert die Deckungsbeitragsrechnung zwischen dem Nettoerlös und den direkt zurechenbaren Kosten. Aus Vereinfachungsgründen reicht es in der Regel aber aus, auf die variablen Kosten abzustellen.

Nur bei positiven Deckungsbeiträgen lohnt sich ein Geschäft

Nur wenn der Deckungsbeitrag positiv ist, lohnt sich der Verkauf des Produktes oder der Leistung. Jede verkaufte Einheit erhöht dann den Gewinn Ihres Unternehmens. Ermittelt die Deckungsbeitragsrechnung hingegen einen negativen Deckungsbeitrag, machen Sie mit jeder verkauften Einheit Verlust.

Der Deckungsbeitrag pro Stück multipliziert mit der Anzahl der verkauften Produkte bzw. Leistungen ergibt das Deckungsbeitragsvolumen (DBV). Der DBV-Wert der Deckungsbeitragsrechnung repräsentiert den Wert, mit dem ein Artikel oder eine Leistung zur Deckung der gesamten fixen Kosten und danach zur Erzielung eines Gewinns beiträgt.

So teilt die Deckungsbeitragsrechnung die Kosten auf

Um für die Deckungsbeitragsrechnung die gesamten Fixkosten ermitteln zu können, müssen Sie Ihre Gesamtkosten in ihre fixen und variablen Anteile aufteilen. Dies ist in der Praxis einfacher, als es auf den ersten Blick zu sein scheint, denn nur wenige Kostenarten sind wirklich variabel:

  • Materialien,
  • Rohstoffe,
  • Komponenten,
  • andere Kaufteile/Waren,
  • (variable) Löhne,
  • Fremdleistungen (soweit sie nur für ein Produkt anfallen).

Probleme bereiten der Deckungsbeitragsrechnung vor allem solche Kostenarten, die fixe und variable Bestandteile enthalten oder eigentlich variabel sind, sich aber nur mit erheblichem Aufwand einem Produkt, einer Leistung oder einem Auftrag zurechnen lassen.

Gemischte Kosten in der Deckungsbeitragsrechnung  

Dieses Problem der Deckungsbeitragsrechnung lässt sich am besten anhand eines Beispiels nachvollziehen.

Beispiel: Ein Maschinenbauunternehmen stellt Verpackungsmaschinen her. Frachtkosten, Kosten für das Verpackungsmaterial oder für die Versicherung lassen sich im Rahmen der Deckungsbeitragsrechnung in der Regel jeder Maschine als variable Kosten direkt zuordnen. Dagegen kann es bei einem Versandhändler, der zahlreiche Massenprodukte anbietet, sinnvoller sein, die Kosten für Porto und Versand vereinfachend den Fixkosten zuzuschlagen. Eine direkte – einzelne – Zuordnung wäre hier viel zu aufwendig.

Meine Empfehlung bei der Anwendung der Deckungsbeitragsrechnung: Häufig lohnt es sich nicht, die Gesamtkosten ganz exakt in variable und fixe Bestandteile aufzuteilen. Verfahren Sie nach der Regel: Pragmatismus vor absoluter Genauigkeit. Mit den eindeutig zuzuordnenden Kostenarten haben Sie regelmäßig mehr als 90 % der variablen Kosten erfasst. Für die praktische Anwendung und zum Treffen von Entscheidungen genügt dies vollkommen.

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