Arbeit & Beruf Businesstipps

Mit Call-Optionen Geld verdienen

Lesezeit: 2 Minuten Eine Option ist ein derivates Finanzprodukt, mit dem eine Hebelwirkung erzielt werden kann. Für den Investor bedeutet das Chancen auf einen hohen Gewinn, aber auch die Möglichkeit eines schnellen Totalverlusts.

2 min Lesezeit
Mit Call-Optionen Geld verdienen

Mit Call-Optionen Geld verdienen

Lesezeit: 2 Minuten

Was versteht man genau unter einer Option?

Eine Option auf einen Basiswert wie beispielsweise eine Aktie ist das Recht, diesen Basiswert innerhalb einer bestimmten Zeitspanne für einen festgelegten Stricke Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Eine Call-Option verbrieft das Recht zum Kauf. Das Gegenteil ist eine Put-Option, die zu einem Verkauf berechtigt. In beiden Fällen besteht nur ein Recht, aber keine Pflicht zu einem Handel, was Optionen von Futures unterscheidet. Weitere Informationen zu Call-Optionen erhalten Sie in diesem Beitrag.

Typen von Optionen

Optionen unterscheiden sich zuerst nach ihrem Basiswert. Dabei kann es sich um eine Aktie handeln, aber auch Rohstoffe und andere Werte sind möglich. Dann unterscheidet man Optionen nach der Art der zugelassenen Ausübung. Amerikanische Call-Optionen verbriefen das Recht zum Kauf innerhalb der Laufzeit, europäische Optionen können nur am Ende der Laufzeit mit einem Kauf ausgeübt werden. Der Unterschied ist geringer als es scheinen mag, denn eine Option kann als Wertpapier während ihrer Laufzeit gehandelt werden. Möchte man eine europäische Option vor dem Ende der Laufzeit ausüben, entspricht das einem Verkauf dieser Option.

Möglichkeiten von Call-Optionen für Investoren

Der Preis für eine Option, also die Optionsprämie ist sehr oft wesentlich niedriger als der Preis des Basiswerts selbst. Das ist auch einleuchtend, denn die Option erlaubt im Gegensatz zum Eigentum nur eine wesentlich eingeschränkte Verfügung über den Basiswert. Damit kann der Investor mit viel weniger Kapital als für einen Erwerb des Basiswerts einen Kursgewinn dieses Werts als Rendite verdienen.

Umgekehrt ist aber auch das Risiko des Investors naturgemäß hoch. Entwickelt sich der Kurs des Basiswerts anders als vom Investor vorhergesehen, ist die Option wertlos und ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals tritt ein. Bei einer Call-Option ist das dann der Fall, wenn der Kurs des Basiswerts sinkt. Dann ist die Option auf einen Kauf wertlos, wenn der Spot Preis auf dem Markt geringer ist als der vereinbarte Strike Preis der Option zuzüglich der Optionsprämie.

Verhalten von Call-Optionen bei verschiedenen Kursverläufen

Der Investor erwirbt eine Call-Option. Damit profitiert er von einem Kursanstieg des Basiswerts. Der maximale Verlust ist das für die Optionsprämie eingesetzte Kapital, der mögliche Gewinn ist so wenig beschränkt wie der Kursanstieg des Basiswerts.

Der Investor verkauft eine Call-Option. Dann profitiert er von einem Kursverfall des Basiswerts. In diesem Fall wird der Optionshalter die Option verfallen lassen und der Investor lukriert die Optionsprämie. Besitzt der Investor den Basiswert nicht selbst und muss ihn bei Ausübung der Option auf dem Spotmarkt erwerben, ist der Verlust in diesem Fall eben sowenig beschränkt wie der Kursanstieg des Basiswerts.

Weniger riskant ist dieser Weg des Verkaufs einer Option, wenn der Investor den Basiswert besitzt und mit einem gleichbleibenden oder sinkenden Kurs rechnen kann.

Die Preise von Optionen

Beim Handel mit Optionen hängt die Grenze zur Profitabilität von der Optionsprämie ab. Die Ausübung einer Option rentiert sich nur, wenn sich der Kurs so weit in die vorausgesagte Richtung bewegt, dass mindestens die Optionsprämie als Rendite anfällt.

Wie bestimmt man aber einen realistischen Preis als Optionsprämie? Eine erste heuristische Überlegung geht dahin, dass die Prämie mit der Intensität der gerade beobachteten Schwankungen des Kurses des Basiswerts steigen sollte. Dann nämlich erwartet man eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass der Strike Preis der Option erreicht wird.

Das reicht aber natürlich keinesfalls für eine quantitative Formulierung aus. Im Jahr 1973 wurde von den Wirtschaftswissenschaftlern Fischer Black und Myron Scholes die nach ihnen benannte Black-Scholes-Formel zur Bestimmung der Optionsprämie angegeben. Sie gilt aber nur dann, wenn bestimmte Annahmen erfüllt sind, was oft, aber nicht immer der Fall ist. Für andere Fälle ist die Frage nach einem realistischen Preis für eine Option auch heute noch ein interessantes Forschungsgebiet.

Bildnachweis:  Looker_Studio / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: