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Mietwohnung völlig verwahrlost? – Das ist ein gültiger Kündigungsgrund

Messie-Alarm in der Mietwohnung: Was kann ein Vermieter unternehmen, wenn eine Wohnung zugemüllt und verdreckt ist. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat darauf eine angemessene Antwort: eine außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund ist in solchen Fällen rechtens (Urteil v. 23.02.2017, Az. 7 S 7084/16).

Mietwohnung völlig verwahrlost? – Das ist ein gültiger Kündigungsgrund

Mietwohnung völlig verwahrlost? – Das ist ein gültiger Kündigungsgrund

Ortsbegehung brachte Klarheit

Eine Mietwohnung war in grauenhaftem Zustand. Die Mieter waren offenbar Messies. Sie hatten die Wohnung mit Müll vollgestopft und völlig verwahrlosen lassen. Der Vermieter hatte das Mietverhältnis schon mehrfach gekündigt. Aber die Mieter nahmen das gar nicht ernst und blieben weiter in der Wohnung. Auch als dieser Räumungsklage erhob, rechneten sie sich gute Chancen aus: Schließlich hatte der Vermieter keinen Eigenbedarf geltend gemacht. Das brauchte er auch nicht, machte das Gericht deutlich. Eine verwahrloste Wohnung sei nämlich Grund genug für eine Kündigung. Bei einer Ortsbegehung zeigt sich das ganz klar: Noch nicht einmal das Bad war noch nutzbar, und auch eine regelmäßige, ordnungsgemäße Beheizung sei unterblieben.

Gute Chancen für Vermieter, Messies loszuwerden

Hoffentlich bleibt Ihnen als Vermieter jede Erfahrung mit Messies in der Mietwohnung erspart. Falls aber nicht, sollten Sie wissen: Diese Entscheidung des Landgerichts Nürnberg-Fürth ist kein Einzelfall. In aller Regel erkennen die Gerichte vermüllte und verwahrloste Wohnungen als Kündigungsgrund an.

Bildnachweis: Sven Roethig /Adobe Stock

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