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Mieterhöhung: Mieter dürfen die Wohnfläche jetzt nicht mehr „einfach bestreiten“

Lesezeit: < 1 Minute Verweigert Ihr Mieter die Zustimmung zu Ihrer Mieterhöhung mit der schlichten Behauptung, die von Ihnen zugrunde gelegte Wohnfläche sei falsch, brauchen Sie darauf nicht einzugehen. Dieser pauschale Einwand ist unerheblich (BGH, Urteil v. 31.05.17, Az. VIII ZR 181/16).

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Mieterhöhung: Mieter dürfen die Wohnfläche jetzt nicht mehr „einfach bestreiten“

Mieterhöhung: Mieter dürfen die Wohnfläche jetzt nicht mehr „einfach bestreiten“

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Solange Ihr Mieter nur ganz allgemein Ihre Flächenangaben bezweifelt, brauchen Sie ihm nach der jetzigen BGH-Entscheidung keine Grundrisspläne oder Flächenberechnungen vorzulegen. Zunächst muss dann nämlich Ihr Mieter klar benennen, welche Fläche die von ihm gemietete Wohnung seiner Ansicht nach hat. Hier genügt jedoch ein laienhaftes Nachmessen. Die Vermessung durch einen Architekten oder Sachverständigen braucht er Ihnen nicht zu präsentieren.

Nachweis durch Sachverständigen

Erst wenn der Mieter die seiner Ansicht nach zutreffende Wohnungsgröße nach der Quadratmeterzahl genannt hat, müssen Sie genauer darlegen, wie Sie die von Ihnen angesetzte Fläche ermittelt haben, und gegebenenfalls im Prozess die Größe mithilfe eines Sachverständigen beweisen.

Dasselbe gilt übrigens, wenn Ihr Mieter die Flächenangaben in Ihrer Betriebskostenabrechnung anzweifelt (BGH, Urteil v. 22.10.14, Az. VIII ZR 41/14).

Hinweis: Der Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete hat der Vermieter die tatsächliche Wohnfläche zugrunde zu legen – auch dann, wenn diese weniger als 10% von der vereinbarten Fläche abweicht (BGH, Urteil v. 18.11.15, Az. VIII ZR 266/14)

Bildnachweis: Xuejun li / stock.adobe.com

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