Businesstipps Immobilien

Mieterhöhung: Diese Fristen haben Vermieter und zu beachten

Lesezeit: 2 Minuten Welche Fristen bei Mieterhöhungen gibt es, wie lange gelten sie und was muss der Vermieter beachten? Um den Überblick zu bewahren, finden Sie hier eine nützliche Auflistung.

2 min Lesezeit
Mieterhöhung: Diese Fristen haben Vermieter und zu beachten

Mieterhöhung: Diese Fristen haben Vermieter und zu beachten

Lesezeit: 2 Minuten

Wartefrist

Zwischen der Wirksamkeit der letzten Mieterhöhung wegen gestiegener ortsüblicher Vergleichsmiete und dem Zugang des neuen Mieterhöhungsverlangens beim Mieter müssen mindestens 12 Monate liegen (§ 558 Abs. 1 S. 2 BGB).

Festschreibungsfrist

Zwischen der Wirksamkeit der letzten Mieterhöhung und dem Wirksamwerden der neuen Mietererhöhung müssen 15 Monate liegen (§ 558 Abs. 1 S. 1 BGB).

Überlegungsfrist

Bis zum Ablauf des 2. Monats, der auf den Zugang des Mieterhöhungsverlangens folgt, kann der Mieter überlegen, ob er der Mieterhöhung zustimmt (§ 558 Abs. 2 S. 1 BGB).

Wirksamwerden der Mieterhöhung

Der Mieter muss die geforderte Mieterhöhung, soweit rechtmäßig, mit Beginn des 3. Monats zahlen, der auf den Zugang des Mieterhöhungsverlangens folgt (§ 558b Abs. 1 BGB).

Klagefrist

Stimmt der Mieter innerhalb seiner Überlegungsfrist der Mieterhöhung nicht zu, können Sie ihn hierauf verklagen; die Klage ist längstens bis zum Ablauf des 5. Monats, nachdem der Mieter das Mieterhöhungsverlangen erhalten hat, möglich (§ 558 Abs. 2 BGB).

Zusammenfassendes Beispiel: Die letzte Mieterhöhung wegen gestiegener ortsüblicher Vergleichsmiete wurde am 1. Januar 2017 wirksam. Am 10. Januar 2018 hat der Mieter ein neues Mieterhöhungsverlangen von seinem Vermieter erhalten.

Lösung: Die Wartefrist hat der Vermieter gewahrt, da mehr als 12 Monate zwischen der letzten Mieterhöhung und dem Zugang des neuen Mieterhöhungsverlangens beim Mieter liegen. Da die Mieterhöhung ab dem Monat April 2018 wirksam wird und die Miete zuvor mindestens 15 Monate „stabil“ war, ist auch die Festschreibungsfrist gewahrt. Stimmt der Mieter der Mieterhöhung nicht bis zum 31. März (= Ende der Zustimmungsfrist) zu, kann ihn der Vermieter ab dem 1. April auf Zustimmung zur Mieterhöhung verklagen, längstens jedoch bis zum 30. Juni.

Übersicht: Mieterhöhung auf einen Blick

 

Zugang Ihres Mieterhöhungsverlangens zwischenEnde der Überlegungsfrist

und Beginn der Klagefrist

Ablauf der Klagefrist
1. Januar31. Januar31. März30. Juni
1. Februar28. (29.) Februar30. April31. Juli
1. März31. März31. Mai31. August
1. April30. April30. Juni30. September
1. Mai31. Mai31. Juli31. Oktober
1. Juni30. Juni31. August30. November
1. Juli31. Juli30. September31. Dezember
1. August31. August31. Oktober31. Januar
1. September30. September30. November28. (29.) Februar
1. Oktober31. Oktober31. Dezember31. März
1. November30. November31. Januar30. April
1. Dezember31. Dezember28. (29.) Februar31. Mai
Bildnachweis: Marco2811/ stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):