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Metaphern – Segen und auch Fluch?! Doppler-Effekte.

Lesezeit: 2 Minuten Wortbilder lassen ein Kopfkino ablaufen, sagt eine Metapher über geschriebene (oder auch gesprochene) Texte. Das ist kaum zu vermeiden, ist „der Mensch“ doch stark visuell orientiert. Deshalb empfiehlt es sich durchaus, Metaphern zu nutzen. Doch Vorsicht ist geboten …

2 min Lesezeit
Metaphern – Segen und auch Fluch?! Doppler-Effekte.

Metaphern – Segen und auch Fluch?! Doppler-Effekte.

Lesezeit: 2 Minuten

Sich zum Affen machen?

„Muss der sich zum Affen machen?“ fragte kürzlich in einer Fußball-Übertragung der Reporter. Eigentlich zu Recht, denn Abwehrspieler Antonio Rüdiger hatte eine Schwalbe hingelegt (ja, auch eine bekannte Metapher, gerade im Fußball!). Peinlich: Des Spielers Mutter stammt aus Sierra Leone, er ist also dunkelhäutig … „Natürlich“ ging ein Aufschrei durch die Presse-Landschaft*, ist doch bedauerlicher Weise Rassismus ein Dauerthema auch bei deutschen Stadionbesuchern (jedenfalls punktuell). Dass und wie es anders geht, bewies der Reporter dann wenige Minuten danach: Er sei gerade aus der Regie darauf hingewiesen worden … habe mitnichten gemeint, vielmehr … Allerdings verweist gerade die Wahl einer Metapher häufig auf unbewusste Bilder, die in einem selbst entstanden sind. Prüfen Sie also Ihre Texte, bevor Sie sie veröffentlichen ….

Bilder mit verzerrter Perspektive …

Was sehen Sie vor sich, wenn „am Werbekuchen gerüttelt wird“, wie vor Jahren jemand über das schon damals stark schrumpfende Geschäft der Tageszeitungen schrieb? Je nach Kuchen-Art gibt´s Matsch oder bröselt arg … Gemeint war eher, dass andere Medien (und Online-Portale!) nach mehr und mehr Stücken dieses Kuchens grabschten – hoffentlich mithilfe eines Tortenhebers … Wie entsteht derlei falsche Metapher? Vielleicht hatte der Autor selbst das Bild vor Augen, dass der Kuchen erst einmal (an)gerührt werden muss, bevor er gebacken werden kann. So kann´s passieren, dass ein gängiges und durchaus starkes Bild völlig verzerrt wird. Und aus einem Sahnestück ein Durcheinander wird, im Sinne von „viele Köche…“?! Vorsicht also, denn so entstehen Stilblüten!

Mehrere Metaphern hinter einander geschaltet?

Zuviel des Guten? „Bevor Ihnen das Wasser bis zum Hals steht: Wir lassen Sie nicht im Regen stehen“ ist zwar semantisch passend eine ziemlich feuchte Angelegenheit. Und tatsächlich machen Sie so ein Problem plastisch klar, um dann wohl eine Lösung zu bieten. Doch so nah ans Ertrinken wollen Sie Ihre Kunden doch nicht bringen, oder? Noch ein Gedicht? „Wer wird denn gleich das Handtuch werfen? Mit uns sehen Sie Licht am Ende des Tunnels!“ verbindet Sportives (Boxen!) mit – hmm, Mobilität? Sie finden, ich sollte eine Alternative bieten statt nur zu mosern? Einverstanden – wie wäre es hiermit: „Wer wird denn gleich das Handtuch werfen? Wir helfen Ihrem Geschäft wieder auf die Beine!“, wie es der Job des Box-Betreuers ist. Oder zum obigen Beispiel: „Bevor Ihnen das Wasser bis zum Hals steht: XYZ-Pumpen lassen Sie beruhigt schlafen“ oder so, je nach Ihrem Angebot.

Fazit

Lassen Sie sich durch diese Beispiele eher motivieren, Metaphern zu nutzen. Denn sie zeigen, wie wirkmächtig Wortbilder sind. Achten Sie einfach darauf, was genau Sie damit ausdrücken …

Bildnachweis: HenningManninga / Adobe Stock

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