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Mehr Sicherheit im produzierenden Gewerbe mit diesen einfachen Mitteln

In vielen Betrieben werden schwere Maschinen trotz der voranschreitenden Automatisierung in der Technologie immer noch von Hand bedient. Dabei gilt es, diverse Richtlinien und Verordnungen einzuhalten, um die Sicherheit der Mitarbeitenden gewährleisten zu können. Dazu zählt insbesondere auch, dass alle Betriebsanweisungen in einer verständlichen Sprache zugänglich gemacht werden. Außerdem gibt es eine Reihe an Sicherheitsschaltern und -sensoren, die es in jedem Betrieb einfacher machen, die Vorgaben der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) erfüllen zu können.

Mehr Sicherheit im produzierenden Gewerbe mit diesen einfachen Mitteln

Mehr Sicherheit im produzierenden Gewerbe mit diesen einfachen Mitteln

Welche Bereiche im Betrieb müssen besonders gesichert werden?

Überall kann es Schutztüren geben, die mit entsprechenden Sicherheitsschaltern ausgerüstet werden. Branchenrelevant kann des Weiteren ein besonderes Hygienekonzept im Betrieb sein, was aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie nicht nur für gastronomische oder kulturelle Betriebe gilt. Ein Sicherheitsschalter kann die nötige Zuhaltekraft bereitstellen, was insbesondere in Laboren zum Schutz aller Beteiligten wichtig ist. Aber auch zum Schutz vor Explosionen gibt es eine Vielzahl an manuellen, kontaktlosen oder elektronischen Sicherheitsschaltern zur Auswahl. Soll ein Bereich zusätzlich aus der Ferne ständig optisch überwacht werden, lassen sich moderne Sicherheitslösungen über eine passende Schnittstelle mit dem firmeneigenen Netzwerk verbinden. Das macht es unnötig, dass auch nachts Personal vor Ort auf die Sicherheit achtet.

Mit Sicherheitssensoren für ein gefahrloses Bedienen von Maschinen sorgen

Aber nicht nur bestimmte Bereiche eines Betriebs müssen vor diversen typischen Risiken geschützt werden. Im Inneren von Maschinen, die Metall, Kunststoff oder Holz bearbeiten, können sich beim Arbeiten mit der Zeit Werkstoffreste oder Staub aus der Umgebung ansammeln. Diese Verunreinigungen können dazu führen, dass in einer absolut sicheren Arbeitsumgebung trotzdem kein gefahrloses Führen der betroffenen Maschine möglich ist. Moderne elektronische Sicherheitssensoren sind mit Mikroprozessoren ausgestattet, die eine smarte Fehleranalyse bei ganz verschiedenen Geräte, Maschinen oder von Motoren ermöglichen. Eine präzise Diagnosewartung spart unnötige Reparaturkosten und hält den Standard der Maschinen in einem Betrieb auf einem funktionalen und vor allem mitarbeitersicheren Niveau.

Was für Sicherheitssysteme sind aktuell üblich in der Industrie?

Für die verschiedenen Einsatzzwecke der verschiedenartigen Branchen gibt es eigene Sicherheitslösungen. Die gängigsten Sicherheitsschalter am Markt sind:

  • elektronische & magnetische Sicherheitssensoren
  • Sicherheits-Scharnierschalter
  • Türgriffbetätiger
  • Sicherheitszuhaltungen
  • Sicherheitsschalter mit integriertem oder getrenntem Betätiger

Eine regelmäßige Maschinenwartung erhöht die Lebensdauer erheblich

Eine betriebssichere Maschine muss nicht nur täglich gereinigt und gepflegt werden, sondern benötigt außerdem im regelmäßigen Turnus entsprechende Wartungsarbeiten. Wie beim Bedienen von Maschinen, welches nur von geschultem Personal durchgeführt werden darf, werden auch bei der Wartung der Maschinen in einem Betrieb gewisse Anforderungen an die Qualifikation gestellt. Um teure Monteurkosten einzusparen, kann beispielsweise eine niedergelassene Handwerksfirma kosteneffizienter Maschinen warten als die Monteure des Original-Herstellers. Auf keinen Fall sollten aber unzureichend geschulte Arbeitskräfte aus Kostengründen mit der Maschinenwartung beauftragt werden. Das gilt auch dann, wenn diese Arbeiter ansonsten regelmäßig mit der Maschine arbeiten und viele Teile aus der täglichen Arbeitspraxis kennen und richtig benennen können. Wer an den Kosten bei der Maschinenwartung spart oder nicht alle unbedingt notwendigen Sicherheitsschalter einbaut, riskiert einen vorzeitigen Verschleiß und muss die nicht gewartete Maschine schneller ersetzen. Dies ist im Endeffekt deutlich teurer als eine regelmäßige Kontrolle der vollen Funktionalität aller Maschinen im Betrieb und deren Bauteile.

Wann ist besondere Vorsicht beim Umgang mit Maschinen geboten?

Grundsätzlich besteht im Betrieb an allen drehenden Segmenten einer Maschine eine erhöhte Verletzungsgefahr. Ganz gleich, in welche Richtung sich ein Maschinenteil horizontal, vertikal oder schräge dreht, können Kleidung, Gliedmaßen oder Haare eines Arbeitenden erfasst werden. Ein Not-Aus sollte am besten selbsttätig für ein Stoppen der Maschine sorgen, um schwere Verletzungen zu vermeiden. Ist dies nicht möglich, etwa im Fall von manuell unterstützter Fließbandproduktion, müssen andere Sicherheitskonzepte praktisch umgesetzt werden. Arbeiten mehrere Werktätige am selben Fließband, ist in der Nähe mindestens ein Not-Aus-Knopf in unmittelbarer Nähe angebracht. Überarbeitete und müde Personen verlieren an Konzentrationsfähigkeit, infolgedessen kann es leichter zu Unfällen im Betrieb kommen. Zur Sicherheit der Angestellten zählen regelmäßige Pausen im Schichtdienst also ebenso wie die nötige Ausrüstung mit Sicherheitsschaltern und -sensoren.

Bildnachweis: TMLsPhotoG / stock.adobe.com

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