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Mehr Netto trotz erhöhter Krankenkassenbeiträge für den Arbeitnehmer in 2016

Lesezeit: 2 Minuten Nachdem sich viele Arbeitnehmer bereits im Dezember 2015 verwundert die Augen gerieben haben, als sie ihren Lohnzettel in den Händen hielten, geht auch im Januar 2016 die Verwunderung weiter. Zwar haben die meisten Arbeitnehmer im Januar nicht so viel in der Lohntüte wie im Dezember, doch sinkt die Steuerlast ab 1.1.2016 erneut. Dafür langen aber viele Krankenkassen kräftig zu.

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Mehr Netto trotz erhöhter Krankenkassenbeiträge für den Arbeitnehmer in 2016

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Die Steuerentlastung geht auch 2016 weiter. Lesen Sie im folgenden, ob sich dies im Gegenzug zur Erhöhung der Krankenkassenbeiträge jedoch trotzdem bemerkbar macht.

Steuerentlastung auch 2016

Bereits im Sommer 2015 hat die Bundesregierung einen Abbau der "kalten Progression" verabschiedet. Diese "kleine Steuerentlastung" kommt Ihren Arbeitnehmern mit der Dezemberabrechnung 2015 zugute, aber auch ab Januar 2016. Dann startet nämliche die zweite Stufe der Steuerentlastung.

Für alle Arbeitnehmer sinkt damit die Steuerbelastung abermals etwas ab. Natürlich kommt es bei der Steuerentlastung auf die Höhe des Verdienstes und die Steuereckwerte jedes einzelnen Arbeitnehmers an, so dass sich eine generelle Aussage über die Entlastung in Euro und Cent schwer treffen lässt. Die monatliche Entlastung beläuft sich jedoch auf einen Betrag zwischen 10 – 20 € bei Normalverdienern mit einem Arbeitslohn zwischen 2.000 Euro und 4.000 Euro monatlich.

Die größte Entlastung erhalten im Übrigen Arbeitnehmer in der Steuerklasse II, da hier der Entlastungs(frei)betrag deutlich erhöht worden ist.

Krankenkassen-Zusatzbeiträge steigen auf breiter Front

Ab 1.1.2016 greifen einige Krankenkassen ihren Versicherten ordentlich in die Taschen. Die Krankenkassen können nämlich die Zusatzbeiträge erhöhen. Davon machen mit dem Jahresbeginn 2016 auch einige Krankenkassen Gebrauch. So erhöht die DAK beispielsweise den Zusatzbeitrag, der allein vom Arbeitnehmer zu tragen ist um satte 0,6 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent Zusatzbeitrag.

Das sind bei einem Verdienst von 3.000 Euro im Monat 45 Euro Zusatzbeitrag, den der Arbeitnehmer allein zu tragen hat. Der Arbeitnehmer bei der DAK trägt somit 264 Euro zur Krankenversicherung allein – der Arbeitgeber "nur" 219 Euro.

Neben der DAK haben auch einige andere Krankenkassen ihre kassenindividuellen Zusatzbeiträge erhöht. So beträgt der Zusatzbeitrag des Arbeitnehmers zur Barmer-GEK ab 1.1.2016 1,1 Prozent, bei der KKH 1,2 Prozent, die AOK Niedersachsen und die BKK Mobil Oil bleiben konstant bei 0,8 Prozent (Stand: 2016).

Da die weiteren Sozialversicherungsbeiträge unverändert bleiben, dürfte bei vielen Arbeitnehmern ein kleines Nettogehaltsplus am Ende des Tages stehen, da die Steuerentlastung vielfach höher als die Erhöhung der Krankenkassen-Zusatzbeiträge ausfällt.

Übrigens: Wenn Ihre Mitarbeiter die Krankenkasse wechseln wollen, haben sie ein Sonderkündigungsrecht bei Erhöhung der Zusatzbeiträge. Das können derzeit insbesondere die Arbeitnehmer bei folgenden Krankenkassen nutzen: DAK, BARMER-GEK, KKH, Deutsche BKK, aber natürlich auch alle anderen Arbeitnehmer, deren Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhöht hat.

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