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Mediation: 5 Phasen zur Konfliktlösung im Betrieb

Lesezeit: 2 Minuten Akute oder bekannte, offene oder versteckte, einfache oder komplizierte Konflikte sind ein Dauerärgernis in vielen Betrieben. Hier kann Mediation der passende Ansatz zur Konfliktlösung sein, wie das folgende Beispiel verdeutlicht.

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Mediation: 5 Phasen zur Konfliktlösung im Betrieb

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In einem Betrieb gibt es schon länger Streitigkeiten wegen der Urlaubsplanung. Obwohl in der Abteilung nur 5 Leute arbeiten, sprechen 2 Kollegen nicht mehr miteinander. Ein weiterer hat jetzt mit Kündigung gedroht. Doch einen professionellen Mediator mit der Konfliktlösung zu beauftragen kostet Zeit und Geld.

Bevor Sie auf eine professionelle Mediation setzen, sollten Sie versuchen, sich mit den Streithähnen noch einmal an einen Tisch zu setzen. Bei dem Gespräch können Sie Verfahren verwenden, die auch in der professionellen Mediation angewendet werden.

Was versteht man unter Mediation?
Mediation ist ein standardisiertes Verfahren, mit dem Konflikte konstruktiv beigelegt werden sollen. Ziel einer Mediation ist es, dass die Konfliktparteien (Medianden) mit Unterstützung einer neutralen Person (Mediator) zu einer einvernehmlichen Lösung kommen, mit der alle Parteien gut leben können. Eine Mediation läuft in der Regel in 5 Phasen ab:

1. Phase der Mediation: Gespräch
Der Mediator führt zunächst mit allen Konfliktparteien vertrauliche Gespräche. Signalisieren diese Interesse an einer Konfliktbeilegung, ist ein gemeinsamer runder Tisch sinnvoll. Dieser bedeutet: Alle sind freiwillig anwesend und sitzen als gleichberechtigte Partner am Tisch.

Jede Konfliktpartei kann Ihre Sicht des Konflikts mittels so genannter Ich-Botschaften Sicht darzustellen („Ich bin verärgert, weil …“). Gerade diese erste Phase ist besonders wichtig, denn Konflikte sind meist emotionaler Natur. Geben Sie den Parteien die Möglichkeit, „Dampf abzulassen“ – erst danach sind konstruktive Lösungen überhaupt möglich.

2. Phase der Mediation: Themendarstellung
Wenn die emotionsgeladene Stimmung etwas abflaut, versuchen Sie sich einen Überblick über die Konfliktthemen zu verschaffen und gewichten sie diese. Nicht selten stellt sich dabei heraus, dass der eigentliche Auslöser des Streits ein anderer war, als der, der jetzt vordergründig diskutiert wird. Ermuntern Sie die Konfliktparteien, den wahren Konflikt konkret zu benennen. Nur so können Sie eine für alle Parteien eine tragbare und vor allen Dingen dauerhafte Lösung finden.

3. Phase der Mediation: Konfliktanalyse
Jetzt gilt es den Konflikt näher zu untersuchen. Fordern Sie die Mediations-Teilnehmer auf, bisher nicht Gesagtes zu dem Konflikt auf den Tisch zu bringen und Hintergründe sowie eigene Bedürfnisse konkreter zu formulieren. In dieser Phase, sollten die Konfliktparteien aber auch formulieren, was sie am anderen besonders wertschätzen und in welchen Bereichen sie mehr Unterstützung erwarten.

4. Phase der Mediation: Win-win-Situation
Diese offene Wertschätzung schafft die Basis für die eigentliche Konfliktlösung. Jetzt ist es an der Zeit potenzielle Lösungsmöglichkeiten zusammenzutragen. Geben Sie als Mediator keine Lösung vor. Ziel der Mediation ist es, dass die zerstrittenen Konfliktparteien selbst eine Lösung erarbeiten, so dass am Ende eine Win-win-Situation für alle Beteiligten geschaffen wird.

5. Phase der Mediation: Schriftliche Lösung
Die ausgearbeitete Lösung sollte immer schriftlich festgehalten werden und von allen Konfliktparteien mehr oder weniger formell bestätigt werden. Bieten Sie den Konfliktparteien auch eine Nachbetreuung an, z. B. dass man sich nach einiger Zeit noch mal zusammensetzt.

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