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Lohnherstellung: Warum Sie einen Spezialisten beauftragen sollten

Lesezeit: 3 Minuten Lohnherstellung bezeichnet das mittlerweile gängige Verfahren, bei dem die Produktion von Waren vom Auftraggeber an den sogenannten Lohnhersteller ausgegliedert wird. Die Herstellung erfolgt nach den Vorgaben des Auftraggebers. Eine Prozessskizze samt Handbuch soll gewährleisten, dass die Qualität gleichbleibend hoch ist, obgleich ein anderer Produzent eingesetzt wird.

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Lohnherstellung: Warum Sie einen Spezialisten beauftragen sollten

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Der produzierende Betrieb verrichtet dabei nur die Arbeit, tritt allerdings für den Endkunden nicht in Erscheinung. Welche Gründe für eine Lohnherstellung sprechen, soll Thema in diesem Beitrag sein.

In diesen Branchen ist Lohnherstellung üblich

Lohnherstellung wird insbesondere in der Kosmetik-, Pharma- und Nahrungsmittelindustrie betrieben. Sternmaid als bekannter Lohnhersteller agiert beispielsweise in der Lohnherstellung Pharma sowie im Sektor der Nahrungsergänzungsmittel. Lohnherstellung kann grundsätzlich in zweierlei Szenarien angewendet werden:

  1. Die Lohnherstellung erfolgt für Produkte, die bereits in Serie gegangen sind. Das heißt, dass die Entwicklung, Forschung und weitere vorgelagerte Prozesse im Stammunternehmen bleiben. Das hat den Vorteil, dass auch das Know-how hier vertreten ist und (hinter verschlossenen Türen) auch bleibt.
  2. Weiterhin möglich ist, die Forschung an einen externen Partner zu vergeben. Allerdings wurde dies in der Praxis eher selten verfolgt. Ein Blick in die Trends zeigt indes, dass zunehmend häufiger Weiterentwicklungen von Produkten auch beim Lohnhersteller initiiert und umgesetzt werden.
Lohnherstellung: Warum Sie einen Spezialisten beauftragen sollten
Auch Nahrungsergänzungsmittel und die Herstellung von Cremes, Salben und Kosmetika sind typische Geschäftsfelder von Lohnherstellern.

Diese Vorteile bringt die Lohnherstellung mit sich

Das Tagesgeschäft wird vom Lohnhersteller übernommen, die Weiterentwicklung sowie strategische Entscheidungen verbleiben im Stammunternehmen. Wer diese Tatsache, die charakteristisch für die Lohnherstellung ist, zu Ende denkt, stößt auf den wohl größten Vorteil:

  • Lohnhersteller kümmern sich um das zeitraubende Tagesgeschäft und schaffen im Stammunternehmen Ressourcen für Weiterentwicklungen.

Wer als forschendes Pharmaunternehmen nur kleine Maschinerien anschaffen muss, um Produkte erstmalig zu produzieren und zu testen, hat weniger Aufwand, als wenn die komplette Produktion in eigenen oder gepachteten Hallen abgewickelt wird. Damit lässt sich dieser zweite Vorteil so formulieren:

  • Der Auftraggeber spart Geld für die Ausrüstung des Unternehmens sowie für entsprechende Fachkräfte. Die HR-Abteilung wird entlastet. Dieses Geld wird in den Lohnhersteller investiert sowie in weitere Entwicklungen.

Lohnherstellung kann grundsätzlich die komplette Produktion eines Produkts betreffen oder aber nur einzelne Produktionsschritte umfassen. Daraus ergibt sich dieser Vorteil:

  • Der Auftraggeber kann genau die Produktionsschritte auswählen, bei denen er sich das größte Einsparpotential verspricht. Auf diese Weise ist es durchaus möglich, dass ein Lohnhersteller nicht wegen seines Produktionsvolumens gewählt wird, sondern aufgrund seiner guten Zulieferer-Konditionen für ein Produkt.

Die Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Lohnhersteller ist eng und das soll sie auch durchaus sein. Denn daraus ergibt sich ein weiterer Vorteil:

  • Ist der Lohnhersteller in erster Linie in die Massenproduktion involviert, muss das nicht bedeuten, dass nicht weiter über das Produkt kommuniziert wird. Ganz im Gegenteil. Wie bereits angedeutet, kann das Prinzip Lohnherstellung eine Win-win-Situation für beide Seiten darstellen. Der Auftraggeber kann sowohl von der Technologie als auch vom Know-how profitieren. Auch für den Lohnhersteller ist ein Großauftrag ein Gewinn, denn jeder Tag, an dem der meist teuer angeschaffte Maschinenpark nicht ausgelastet wird, kostet Geld, ohne dass etwas verdient wird.

Trends in der Lohnherstellung

Wie gut die Kommunikation zwischen Auftraggeber und Lohnhersteller in der Praxis sein kann, zeigt dieser Fachbeitrag in Pharma+Food: „In manchen Fällen beteiligt sich auch der Auftraggeber an den Kosten, zumal dann, wenn sie ausschließlich für diesen Anwendungszweck getätigt wird. Bevor es jedoch dazu kommt, wird an der Technologie gefeilt, an den Parametern und der Formulierung geschraubt, das Handling optimiert oder gegebenenfalls in eine Automatisierung investiert – alles eine Frage der Kalkulation in Zusammenarbeit mit dem Kunden.

Trotz des Trends, der sich mit Blick auf den Preis deutlich abzeichnet, zeigt sich vor allem auch eins: Qualität, Termintreue und Lieferzuverlässigkeit sind Komponenten, die noch vor dem Preis die große Anzahl an Wettbewerbern im Markt sondieren. Die Reaktion der Branche zeigt eine deutliche Nischenbildung und ein sehr differiertes Verhalten je nach Größe des Auftraggebers. Große Auftraggeber geben meist den Ton an. Start-ups profitieren indes vom Lohnhersteller und den dort bereits umgesetzten Prozessen.

Bildquellen:
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