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Leider nein: So sagen Sie einem Bewerber richtig ab

Lesezeit: 2 Minuten Sie haben eine Vakanz ausgeschrieben und mehrere Bewerbungen erhalten. Nach Sicht aller Bewerber, müssen Sie nun Ihre Wahl treffen. Jedoch muss allen anderen abgesagt werden, und das fällt nicht immer leicht. Unter Beachtung einiger weniger Punkte sollte die Formulierung einer Absage nach einem Vorstellungsgespräch kein größeres Problem darstellen.

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Leider nein: So sagen Sie einem Bewerber richtig ab

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Individuell absagen

Es ist ein Fehler, für die Kandidaten, die nicht berücksichtigt werden konnten, lediglich einen Standardbrief zu verfassen, bei dem man nur die Adressen austauscht. Das spricht nicht für Ihr Unternehmen und kann sich auch auf Sie negativ auswirken. Sicherlich können die Standardphrasen eines Absagebriefes vorformuliert werden, jedoch sollten Sie in einigen wenigen Sätzen auch immer auf individuelle Gegebenheiten hinsichtlich der Qualifikation oder aber auch aus dem Vorstellungsgespräch selbst eingegangen werden.

Begründen müssen Sie Ihre Absage nicht, es zeugt jedoch von gutem Stil, wenn Sie dem Kandidaten einen kleinen Hinweis geben, warum er oder sie nicht erfolgreich war. Geben Sie dem oder der Kandidatin dabei auf keinen Fall das Gefühl, dass er oder sie wegen der Rasse, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität absagen (AGG-konforme Absage). Derartige Verstöße gegen die gesetzlichen Grundsätze unterliegen Sanktionen und können eine Klage zur Folge haben.

Inhalte einer Absage nach einem Vorstellungsgespräch  – Leitfaden

  1. Bedanken Sie sich zunächst für die Bewerbung und das Vertrauen, das der Bewerber in Ihr Unternehmen gesetzt hat und dass Sie sich sehr gefreut haben, dass er oder sie Ihr Unternehmen bei der Wahl eines zukünftigen Arbeitgebers berücksichtigt hat.
  2. Gehen Sie dann kurz auf das Vorstellungsgespräch ein und insbesondere auf die Punkte, die Ihnen beim jeweiligen Kandidaten besonders gut gefallen haben oder die Sie besonders beeindruckt haben. Wenn Sie möchten, können Sie ebenfalls Teile der Qualifikation der Bewerber einbeziehen.
  3. Teilen Sie dem oder der Kandidat/in dann mit, dass er oder sie leider nicht berücksichtigt werden konnte und dass die Gründe hierfür weder im persönlichen Bereich noch an der Qualifikation liegen. Ein guter Grund ist immer, dem oder der Bewerber/in gegenüber zu erwähnen, dass ein weiterer Kandidat noch bessere Branchenkenntnisse hatte.
  4. Machen Sie dem oder der Kandidat/in anschließend Mut, indem Sie ihm oder ihr versichern, dass das Bewerberprofil sowie die Qualifikation insgesamt und im Allgemeinen sehr interessant ist und Sie zuversichtlich sind und es nur eine Frage der Zeit ist bis der oder die Kandidat/in Berücksichtigung finden wird.
  5. Wünschen Sie dem bzw. der Kandidat/in viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft. Erwähnen Sie dabei auch, dass der oder die Kandidat/in sich durch diese Absage nicht davon abhalten lassen sollte, sich bei zukünftigen Ausschreibungen wieder zu bewerben.

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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