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Läuft in meinem Unternehmen alles richtig?

Lesezeit: 3 Minuten In der Aufbauphase des Betriebes bewegt sich jeder Unternehmer naturgemäß auf unsicherem Grund. Sie führen zwar ihr Unternehmen nun schon einige Zeit, sind gewiß auch ein ausgewiesener Experte in Ihrem Fach - aber eben nur auf bestimmten Gebieten. Vieles ist weiterhin für Sie Neuland. Gleichwohl, Sie sollten nicht unsicher werden. Gehen sie routiniert und konzentriert weiter vor und vermeiden Sie ärgerliche Anfängerfehler.

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Läuft in meinem Unternehmen alles richtig?

Läuft in meinem Unternehmen alles richtig?

Lesezeit: 3 Minuten
  • Stellen Sie vor Anschaffung von Maschinen und anderen Betriebsausstattungen eine Investitionsrechnung anÜberprüfen Sie laufend oder wenigstens von Zeit zu Zeit, ob es preiswertere Bezugsquellen gibt als die von Ihnen benutzten
  • Ist Ihnen bekannt, wie oft sich Ihr Warenlager umschlägt und ob dieser Wert in etwa dem der Branche entspricht?
  • Haben Sie überdacht, ob Sie durch Zusammenfassung Ihrer Einkäufe auf eine geringere Zahl von Lieferanten niedrigere Preise und andere günstigere Konditionen erreichen können?
  • Verfolgen Sie laufend die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Technik und führen Sie Neuerungen im Rahmen Ihrer finanziellen Möglichkeiten ein?
  • Kontrollieren Sie regelmäßig (jährlich) die Entwicklung Ihres Gesamtumsatzes? Wissen Sie, ob er in den letzten fünf Jahren gestiegen, gesunken oder in etwa gleichgeblieben ist?
  • Wie hat sich in der gleichen Zeit der Anteil der einzelnen Umsatzträger (Produkte, Leistungen etc.) entwickelt?
  • Kontrollieren Sie die Aktivitäten Ihrer Wettbewerber (Angebot, Werbung, Schaufenster, Preise, Mitarbeiter etc.)?
  • Haben Sie überlegt, ob Sie auf manche Erzeugnisse, Waren und Dienstleistungen verzichten könnten, die Ihre Kosten nicht decken, ohne dass dadurch Ihr Sortiment für Ihre Kunden reizlos wird?
  • Wissen Sie, ob Ihr Betrieb in den letzten Jahren gewachsen oder geschrumpft ist?
  • Wissen Sie, wie sich Ihr Gewinn/Verlust in den letzten Jahren entwickelt hat?
  • Stellen Sie regelmäßig fest, wie hoch Ihr Eigenkapital/Gesamtkapital nach Auflösung der stillen Reserven ist (Überschuldungsprüfung)?
  • Machen Sie von der Möglichkeit der kurzfristigen Erfolgsrechnung Gebrauch und werten Sie den monatlichen EDV-Status Ihres Steuerberaters aus?
  • Können Sie bei Ihren Lieferanten immer den vollen Skonto abziehen?
  • Planen Sie zu Beginn jeden Jahres sowohl die Kosten als auch den Umsatz und kontrollieren Sie diese Daten mindestens monatlich?
  • Haben Sie daran gedacht, Ihren hohen Kontokorrentkredit – wenigstens teilweise – in ein mittel- bis langfristiges Darlehen umzuwandeln?

Sie brauchen keine übertriebene Angst vor der Konkurrenz zu haben. Informieren Sie sich zunächst einmal, wer Ihre Konkurrenten sind und welche Stärken und Schwächen die Unternehmen aufweisen, die bereits dasselbe oder etwas ähnliches anbieten, wie Sie es planen. Prüfen Sie dann ganz gezielt, wie Sie die Schwachpunkte der Konkurrenz zu Ihrem Vorteil,  zum Beispiel durch ein attraktiveres Angebot und besseren Service, ausnutzen können. Führen Sie die Konkurrenzbeobachtung auch weiterhin durch, nachdem Sie Ihr Unternehmen gegründet haben.

  • Konkurrenten alle ermittelt? (Wochenmärkte, Messen und Ausstellungen, Kaufhäuser besucht, Werbung ausgewertet, in der Bevölkerung umgehört?)
  • Die wichtigsten Konkurrenten persönlich besucht?
  • Angebot getestet? (Testkäufe und -bestellungen)
  • Mit Inhabern und Mitarbeitern gesprochen?
  • Durch Lieferanten Informationen über die Konkurrenz erhalten?
  • Mit Inhabern benachbarter Geschäfte gesprochen?
  • Kundenfrequenz und Geschäftsgang beobachtet?
  • Internetauftritt analysiert?

Wie stark ist die Konkurrenz wirklich?

  • Seit wann im Geschäft?
  • Geschätzter Umsatz? (beobachten und hochrechnen)
  • Zahl der Mitarbeiter?
  • Zahl der Verkaufsstellen?
  • Geräte-/Maschinenausstattung bzw. Kapazität?
  • Andere Größenmerkmale? (Standgröße, Umfang des Angebots usw.)
  • Gehört das Unternehmen zu einer Einkaufsgemeinschaft/Kette?
  • Handelt es sich um eine Franchise-Filiale?
  • Marktverhalten? (aggressiver Verkaufsstil, Sonderaktionen, Standortwahl)
  • Besonderheiten in der Entwicklung? (Angebotsveränderung usw.)

Wo liegen die Stärken – wo die Schwächen der Wettbewerber?

  • Angebotspalette?
  • Qualität der Waren?
  • Exklusivverträge mit Lieferanten?
  • Preisgestaltung?
  • Servicequalität?
  • Mitarbeiter? (Ehrlichkeit, Können, Freundlichkeit usw.)
  • In welchen Regionen tätig? (Standorte auf Landkarte markiert?)
  • Geschäftszeiten?
  • Werbung?
  • Image?
  • Kundenkreis?

Als Steuermann Ihres Unternehmens müssen Sie manche Klippe umschiffen. Dabei gilt: Erkannte Gefahr ist gebannte Gefahr. Prüfen Sie anhand der folgenden Liste, welche Risikofaktoren Ihren Erfolg gefährden könnten:

Stimmt mein Markt?

  • Groß genug?
  • Abhängigkeit von bestimmten Zielgruppen (z.B. Jugendliche, Senioren)?Konjunktur-, Saison- oder Wetterabhängigkeit?
  • Gefahr einer Trendwende bzw. neuer Entwicklungen?
  • Standort-/Lageabhängigkeit?
  • Markt überlaufen?
  • Preisverfall bei ähnlichen Angeboten?

Ist der Unternehmensaufbau gut vorbereitet?

  • Gerüstet für schnelles Wachstum? (Daran scheitern viele Unternehmen)
  • Preise ausgereizt? (im Einkauf liegt der Gewinn)
  • Werbung umfassend geplant (keine Kosten, sondern Investitionen!)
  • Finanzielle Reserven

Sind die Mitarbeiter zuverlässig?

  • Mitarbeiter ehrlich?
  • Reserven abrufbar?
  • Kann jemand Sie bei Krankheit oder Urlaub vertreten?

Geschäftsbeziehungen o.k.?

  • Abhängigkeit von Großlieferanten?
  • Zahlungs- und Lieferbedingungen fair?
  • Abhängigkeit von Bank? (Leasing geprüft?)
  • Abhängigkeit vom Vermieter?

Bürokratie berechenbar?

  • Behinderungen oder Verbote Ihrer Tätigkeiten möglich?
  • Drohen Gesetzesänderungen?
  • Erschwerende Auflagen? (Gewerbeaufsicht, Berufsgenossenschaft, Gesundheitsamt)
  • Stadtplanung geschäftsbedrohend?

Nachdem Sie die wesentlichen Risiken kennen, sollten Sie Punkt für Punkt klären, wodurch Sie die Risiken verringern, beseitigen oder abwälzen können. Zum Beispiel durch eine Versicherung, durch gründlichere Markterkundung, sorgfältigere Personalauswahl, höheres Startkapital, geringere Investitionen (gebrauchte Geräte einkaufen) oder zäheres Verhandeln.

Jede Unternehmensgründung erfordert ein gewisses Maß an Risikobereitschaft. Damit das Risiko kalkulierbar bleibt, sollten Sie Vorsorgemaßnahmen treffen. Materielle Schäden können Sie durch Versicherungsverträge abdecken. Achten Sie aber unbedingt darauf, daß der Versicherungsschutz auf Sie bzw. auf Ihr Unternehmen zugeschnitten ist. Zu viele Versicherungen können genauso teuer sein wie zu wenige. Vergleichen Sie neben der Angebotsvielfalt auch die verschiedenen Anbieter und deren Tarife.

Unternehmen ausreichend versichert?

  • Betriebshaftpflichtversicherung?
  • Einbruch/Diebstahl- und Beraubungsversicherung?
  • Rechtsschutzversicherung?
  • Transportversicherung?
  • Kfz-Versicherung? (Haftpflicht, Teil-/Vollkasko, Unfall)
  • Betriebsunterbrechungsversicherung?
  • Feuerversicherung?
  • Sturmschadenversicherung?
  • Maschinenbruchversicherung?
  • Vertrauensschadenversicherung?
  • Teilhaberversicherung?
  • Sind alle Mitarbeiter versichert?
  • Werden alle Versicherungsverträge mindestens einmal jährlich auf Vollständigkeit und Kostengünstigkeit kontrolliert und bei Bedarf angepasst?

Versicherungen gut im Griff?

  • Kennen Sie die Pflichten und Auflagen zur Erhaltung des Versicherungsschutzes?
  • Kennen Ihre Mitarbeiter diese Pflichten?
  • Wissen Sie und Ihre Mitarbeiter, was im Schadenfall zu tun ist?
  • Werden sämtliche Versicherungsunterlagen übersichtlich geordnet und sicher aufbewahrt?
  • Haben Sie geprüft, ob Sie alle Möglichkeiten zur Prämienminderung ausgenutzt haben? (z. B. Alarmanlage für Lagerräume)

Bildnachweis: Engine Images / stock.adobe.com

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