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Lärm im Büro: Leistungsabfall (Teil 2)

Lesezeit: 3 Minuten Büro heißt Telefonklingeln, Gespräche, Druckergeräusche und das meist nonstop. Doch bleiben wir im Büro wirklich auch unter Lärm leistungsstark?

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Lärm im Büro: Leistungsabfall (Teil 2)

Lärm im Büro: Leistungsabfall (Teil 2)

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Die Lautstärke im Büro geht oft zu Lasten der Konzentration. Wenn Sie mit mehreren Personen ein Büro teilen, wissen Sie, dass es immerzu Ablenkungen und Störungen gibt. Doch wie ist das mit den ganz kleinen, unmerklichen Geräuschen? Der Drucker, der Kopierer, das ständige Telefonklingeln? Gewöhnen wir uns wirklich daran und „blenden“ es so aus, dass es keinen Einfluss mehr auf uns hat?

Der Lärm im Büro unterm Mikroskop der Forschung

Das Arbeitsvermögen und der Stresspegel im Büro, so fand die Forschung heraus, ist in Großraumbüros stark abhängig vom Lärmpegel. Und ein konstanter Lärmpegel in Großraumbüros führt zu höherem Stress und geringerer Arbeitsmotivation. Gary Evans, Professor für Umweltpsychologie der Cornell University in Ithaca, New York, und die Doktorandin Dana Johnson wählten für ihre Studie 40 Bürokräfte aus (weiblich und durchschnittlich 37 Jahre alt).

Die Gruppe wurde nach dem Zufallsprinzip geteilt, wobei die Hälfte der Teilnehmerinnen in ruhige Büroräume, die andere Hälfte in Räume mit niedrigem, aber immer vorhandenem Geräuschpegel gesetzt wurden.

Interessant, was dabei heraus kam: Die Beobachtung beider Gruppen zeigte, dass die Versuchspersonen in den lauteren Räumen 40 Prozent seltener den Versuch unternahmen, technische (etwa wenn mit dem Computer etwas nicht stimmte) oder fachliche Probleme zu lösen wie die Vergleichsgruppe in den ruhigen Büros. Zudem ergab die Messung von Stresshormonen im Urin , dass der Stress in den offenen, lauteren Büros für die Angestellten deutlich höher war als in den ruhigen, geschlossenen Räumen. (Quelle: Journal of Applied Psychology).

Man kann also zusammenfassen: Konstanter Umgebungslärm im Büro führt zu erhöhtem Stress und reduziertem Vermögen oder Bereitschaft, Probleme zu lösen.

Wie gut arbeiten Sie im Büro bei Lärm?

Die Lautstärke im Büro geht oft zu Lasten der Konzentration. Wenn Sie zu mehreren Personen in einem Büro arbeiten, wissen Sie das vielleicht. Im Großraumbüro wissen Sie es ganz sicher. Vor allem, wenn Ihr Schreibtisch an rege genutzten Durchgangs-„Straßen“ liegt. Oder Ihr persönliches „Büro“ in den Nähe von Drucker, Kopierer, Fax oder einem Pausenbereich ist. Auch ständige Aufzugsgeräusche oder Treppenhaustüren in der Nähe Ihres Schreibtisches sorgen in Ihrem Büro sehr wahrscheinlich für Ablenkung.

Wie reduzieren Sie den Lärm im Büro?

Wenn baulich keine Möglichkeiten bestehen, ist es Zeit, einige Büroregeln gemeinsam festzulegen. Nämlich Regeln zum Umgang mit nicht vermeidbarem Lärm im Büro. Am besten treffen Sie sich und Sie einigen sich auf Ihre eigenen „Lärm-Vermeidungsregeln im Büro“. Hier einige Anregungen für Sie:

  • Alle Klingelzeichen für Telefone, Handys und Faxgeräte möglichst leise einstellen.
  • Langes Klingeln vermeiden, spätestens nach dem 4. Klingelsignal das Gespräch annehmen.
  • Den Anrufbeantworter (Aufzeichnung und Wiedergabe) leise schalten.
  • Tauschen Sie Tastaturen, die laut „klackern“ gegen leisere aus. Glauben Sie mir, da gibt es enorme Unterschiede.
  • Lagern Sie Kopiergeräte vom Büro in den Flur aus.
  • Vereinbaren Sie „Ruhezeiten“, in denen leise und intensiv gearbeitet wird. Jeweils zwei Stunden am Morgen und am Nachmittag sollten alle im Büro auf laute Gespräche und unnötigen Lärm verzichten.
    Richten Sie eine Ecke im Büro (oder noch besser ein kleines abgelegenes Zimmer) ein für den Fall, dass jemand absolut ungestört arbeiten muss.
  • Kundengespräche oder längere gemeinsame Arbeitseinheiten evtl. in Besprechungsräumen führen.
  • Die Bistroecke zum geschlossenen Raum umfunktionieren oder zumindest die Kollegen in der Nähe ansiedeln, die die meisten Außentermine haben.
  • Meine persönliche Lieblingsstrategie: Notebook, Unterlagen und Kollegen, mit dem man etwas ausarbeiten will, schnappen und in die Kantine gehen. Schönen Tisch am Fenster wählen und inspiriert arbeiten. Aber Achtung: Geht nur, wenn Sie hier wiederum nicht zum Ärgernis für Andere werden.

Jetzt sind Sie dran – mehr Ruhe im Büro

Wenn das Thema Lärm im Gemeinschafts- oder Großraumbüro ein Thema für Sie ist, sind Sie hoffentlich fündig geworden. Überprüfen Sie für sich die vorgestellten Tipps. Suchen Sie sich die Punkte heraus, die Sie – vielleicht gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen – umsetzen wollen. Vereinbaren Sie Ihre Ruheregeln, damit dadurch alle weniger gestresst sind und sich besser konzentrieren können.

Bildnachweis: Photographee.eu / stock.adobe.com

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