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Kurzfristige Aushilfen in den Sommermonaten abgabenfrei beschäftigen

Lesezeit: 2 Minuten Auch in diesem Jahr können Sie Ihre kurzfristigen Aushilfen wieder 3 Monate lang beschäftigen, ohne dass dafür Sozialabgaben anfallen. Denn die Ausweitung der kurzfristigen Beschäftigungen auf 3 Monate bzw. 70 Arbeitstage gilt auch im Jahr 2016.

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Kurzfristige Aushilfen in den Sommermonaten abgabenfrei beschäftigen

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So können Sie mit dem richtigen Einsatz von kurzfristigen Aushilfen jede Menge Sozialabgaben sparen.

Erfüllen Sie die Voraussetzungen für kurzfristige Beschäftigungen

Wenn Sie eine kurzfristige Aushilfe einstellen wollen, müssen Sie auf einige Dinge achten, damit Ihnen der Betriebsprüfer der Sozialversicherung nachträglich keinen Strich durch die Rechnung machen kann. Es gilt für Sie deshalb, sich genau an die Vorschriften der Sozialversicherung zu halten.

Voraussetzung für eine kurzfristige Beschäftigung bei einer Arbeitswoche von 5 oder mehr Arbeitstagen ist, dass der Arbeitnehmer im Kalenderjahr nicht mehr als 3 Monate eingesetzt werden darf. Es muss sich dabei um eine im vornhinein befristete Tätigkeit handeln. Daher empfiehlt es sich auch für die kurzfristigen Aushilfen einen schriftlichen Arbeitsvertrag aufzusetzen, der Beginn und das vereinbarte Ende der kurzfristigen Beschäftigung beinhaltet.

Ein Schüler möchte in den Ferien bei Ihnen im Betrieb arbeiten. Schreiben Sie in den Arbeitsvertrag das Beginn und das Ende der Beschäftigung, also beispielsweise

  • Beginn der Beschäftigung am 27.6.2016
  • Ende der Beschäftigung am 29.7.2016

Wichtig: Vorbeschäftigungen sind bei Kurzfristigen zu berücksichtigen

Ein wichtiger Punkt bei der Beurteilung von kurzfristigen Aushilfsbeschäftigungen, ist im Lohnbüro die Vorbeschäftigungen (innerhalb) des aktuellen Kalenderjahres zu berücksichtigen. Denn diese werden auf die 3-Monatsgrenze (70 Arbeitstage) angerechnet und sofern die Grenze (bereits) überschritten ist, kommt für die aktuelle Beschäftigung Kurzfristigkeit nicht in Frage.

Wird die Zeitgrenze nämlich aufgrund von Vorbeschäftigungen überschritten, dann kommt es in der neuen Beschäftigung sofort zu Versicherungspflicht. Passen Sie deshalb hier genau auf. Denn nachweispflichtig sind Sie als Betrieb. Aus diesem Grund sollten Sie sich von Ihren kurzfristigen Aushilfen schriftlich bestätigen lassen, dass keine bzw. welche Vorbeschäftigungen in welchen Zeiträumen ausgeübt worden sind.

Schwieriges Terrain: Prüfung der Berufsmäßigkeit

Daneben darf die Beschäftigung auch nicht berufsmäßig sein, wenn sie sozialabgabenfrei als kurzfristige Beschäftigung ausgeübt werden soll. Die Beschäftigung darf somit also nicht allein für die Bestreitung des Lebensunterhalts bestimmt sein. Diese Berufsmäßigkeitsprüfung ist bei den kurzfristigen Aushilfen immer eine komplizierte Sache. So gilt für Bezieher von Arbeitslosengeld eine Beschäftigung von mehr als monatlich 450 € stets als berufsmäßig, sie können also nicht kurzfristig arbeiten.

Schüler und Studenten können dagegen relativ gefahrlos als kurzfristige Aushilfen beschäftigt werden, wenn die 3-Monats-Grenze eingehalten wird. Berufsmäßigkeit liegt dabei regelmäßig nicht vor, da diese Personen ja "hauptberuflich" Schüler bzw. Studenten sind.

Vorsicht bei Beschäftigungen zwischen Abi und Ausbildung

Im Lohnbüro müssen Sie jedoch hellwach sein, wenn es sich um einen Abiturienten handelt, der nach der Schule eine Ausbildung anfangen möchte und bei Ihnen noch vor dem Ausbildungsbeginn etwas arbeiten möchte.

Hier handelt es sich nämlich um einen "Schulentlassenen" und diese Personen üben eine befristete Beschäftigung stets berufsmäßig aus.

Nehmen die Schulentlassenen jedoch anschließend ein Studium auf, so ist die Beschäftigung nicht berufsmäßig.

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