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Kürzung von Weihnachtsgeld wegen Krankheit: neue Kriterien

Lesezeit: < 1 Minute Ist ein Arbeitnehmer lange Zeit krank, muss er eine Kürzung seines Weihnachtsgelds akzeptieren. Allerdings muss sich der Arbeitgeber bei der Kürzung an bestimmten Kriterien orientieren. Dies entschied das Bundesarbeitsgericht in Erfurt.

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Kürzung von Weihnachtsgeld wegen Krankheit: neue Kriterien

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Hat einer Ihrer Mitarbeiter im laufenden Jahr krankheitsbedingt nur wenige Tage für Sie gearbeitet, dürfen Sie sein Weihnachtsgeld nur dann kürzen, wenn Sie

– das durch Einzelvertrag, Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag ausdrücklich so vereinbart haben oder
– die Zahlung ohnehin nur unter Freiwilligkeitsvorbehalt gewährt haben.

Die Kürzung darf in diesen Fällen pro Arbeitsunfähigkeitstag höchstens 1/4 des Arbeitsentgelts betragen, das Ihr Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt pro Arbeitstag erhält. Weihnachtsgeld in Höhe eines Monatsgehalts entfällt demnach, wenn Ihr Mitarbeiter 4 Monate oder länger arbeitsunfähig krank war.

Beachten Sie: Haben Sie Weihnachtsgeld fest zugesagt, ohne die Kürzung wegen Krankheit zu vereinbaren, müssen Sie es selbst dann zahlen, wenn Ihr Mitarbeiter das ganze Jahr über arbeitsunfähig war.

Eine feste Zusage (sprich: betriebliche Übung) kann auch dadurch entstehen, dass Sie das Weihnachtsgeld in drei aufeinander folgenden Jahren vorbehaltlos und nach den gleichen Regeln gezahlt haben.

Zahlen Sie deshalb Weihnachtsgeld ab sofort nur noch mit dem Hinweis, dass es sich hier um eine freiwillige Leistung Ihrerseits handelt, auf die Ihr Mitarbeiter keinen Rechtsanspruch hat.

Bundesarbeitsgericht, 7.8.2002,
Aktenzeichen: 10 AZR 709/01

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