Businesstipps Recht

Kritik als Kündigungsgrund: Ganz so einfach ist das nicht

Lesezeit: < 1 Minute Die Abgrenzung zwischen zulässiger Kritik und unzulässiger Beleidigung ist nicht immer ganz einfach. Letztere – aber eben nur letztere – kann einen Kündigungsgrund darstellen.

< 1 min Lesezeit

Kritik als Kündigungsgrund: Ganz so einfach ist das nicht

Lesezeit: < 1 Minute

Kritik am Chef ist nicht automatisch ein Kündigungsgrund
Kritisiert ein Arbeitnehmer Chef oder Vorgesetzte, stellt das nicht zwingend einen Kündigungsgrund dar. Auch dann nicht, wenn die Kritik deutlich ausfällt und z. B. in einem offenen Brief erhoben wird. Entscheidend ist in einem solchen Fall eine Einzelfallabwägung (LAG Rheinland-Pfalz, 25.8.2006, 8 Sa 245/06).

Fallbeispiel: Internetbeitrag mit Kritik ist kein Kündigungsgrund
Die Kritik eines Arbeitnehmers, der seinem Arbeitgeber in Infoblättern und Internetbeiträgen Ausbeutung und "Jagd auf Kranke" vorwirft, stellt keinen Kündigungsgrund dar (LAG Baden-Württemberg; Urteil vom 10.02.2010, Az.: 2 Sa 59/09).

Abwertende Beleidigung ist Kündigungsgrund
Zum Kündigungsgrund kann Kritik dann werden, wenn sie vor anderen geäußert wird und abwertend gemeint ist. Es muss also eine persönlich abwertende Beleidigung in der Kritik liegen. Das LAG Köln hat einen solche Beleidigung z.B. in der mehrmals vor Zeugen gemachten Äußerung: "Als Chef sind Sie ein Ass, als Mensch ein Arschloch" gesehen (LAG Köln, 18.4.2006, 9 Sa 1623/05).

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: