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Kredite für Selbstständige- wann lohnen sich die

Lesezeit: 2 Minuten Ein Kredit kann in vielerlei Hinsicht vorteilhaft sein. Es kann dabei helfen, kurzzeitige finanzielle Engpässe zu überbrücken. Aber auch die persönliche Verwirklichung kann mit einem Kredit realisiert werden. Doch wann lohnt sich ein Kredit? Gibt es Gründe, die dagegen sprechen? Diese und viele weitere Fragen werden im weiteren Textverlauf eingehender thematisiert. Dabei liegt der Schwerpunkt bei Krediten für Selbstständige.

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Kredite für Selbstständige- wann lohnen sich die

Kredite für Selbstständige- wann lohnen sich die

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Für Selbstständige gelten oftmals strengere Kriterien, weil die Banken ein erhöhtes Risiko sehen. Unternehmer sollten deshalb strategisch vorgehen, wenn es um eine Finanzierungsanfrage geht. Es ist vorteilhaft, sich entsprechend vorzubereiten, um Banken die eigene Kreditwürdigkeit zu zeigen. In erster Instanz gilt es für Unternehmer, zu prüfen, inwieweit ein Kredit Sinn ergibt.

Gründe, die für die Inanspruchnahme eines Kredites stehen

Selbstständige können einen Kredit in Anspruch nehmen, der keinen direkten Bezug zur Selbstständigkeit hat. Auch private Anschaffungen, wie ein neues Fahrzeug oder der Familienurlaub, können ein berechtigter Grund sein. Es ist lediglich wichtig, dass die Umsatzgenerierungen konstant sind und der Kredit sich nicht negativ auf die finanzielle Liquidität als Unternehmer auswirkt. Sofern es diesbezüglich keine Probleme gibt, spricht nichts gegen eine Kreditaufnahme für einen privaten Konsumentenkredit.

Abseits davon kann ein Kredit die unternehmerische Handlungsfähigkeit erweitern. Kredite können dabei helfen, mit dem Unternehmen zu expandieren. Dies können neue Maschinen sein, ein neues Lager oder eine Investition in die Digitalisierung. Vor allem Jungunternehmer können mit einem Kredit neue Meilensteine erreichen. Dennoch gilt es Vorsicht walten zu lassen, denn die Geschäftsidee muss tragbar sein und wirtschaftlich aufgehen. Kommt es zu einer Fehlinvestition, so besteht die Gefahr einer Überschuldung, die im schlimmsten Fall in einer Insolvenz münden kann.

Kreditbewilligung: Voraussetzung und Anforderungen der Bank

Wie bereits zu Anfang erwähnt, gelten für Unternehmer strengere Richtlinien, weil es für die Banken ein erhöhtes Risiko darstellt. Folglich müssen Selbstständige, unabhängig davon, ob es sich um einen Unternehmens- oder Privatkredit handelt, wesentlich mehr Nachweise erbringen. Auch fundamentale Aspekte spielen eine Rolle, wie ein fester Wohnsitz in Deutschland und die Vollendung des 18. Lebensjahres. In der Regel müssen Selbstständige mindestens drei Jahre als Unternehmer tätig sein, um bei der Bank einen Kredit zu bekommen. Sofern eine dreijährige Tätigkeit vorliegt, müssen Unternehmer zusätzlich eine Bilanz vorlegen. Während Angestellte einen dreimonatigen Einkommensnachweis vorweisen müssen, sind Selbstständige in der Pflicht einen Jahresbericht vorzuzeigen.

Es gibt Bereiche, die zu einem Ausschluss führen können, ungeachtet der Umsatzhöhe. Bestimmte Branchen gelten als risikohaft, weshalb Banken eine Kreditbewilligung ablehnen. Dies ist zum Beispiel die Gastronomie- oder Automobilbranche. Die Beurteilung unterliegt der marktwirtschaftlichen und politischen Entwicklung. Somit ist es nicht möglich, endgültige Pauschalaussagen zu treffen, weil die Märkte einem stetigen Wandel unterliegen.

Selbstständige können jedoch selbst proaktiv werden und mit einem Bankberater des Vertrauens in Kontakt treten, selbst wenn die Tätigkeit zur kritischen Branche zählt. Schließlich berücksichtigen Banken die individuelle Lage und entscheiden im Einzelfall. Hat man beispielsweise genügend Sicherheiten vorzuweisen, wie Aktienpapiere, Ersparnisse oder Immobilien, so kann ein Kredit bewilligt werden. Es sind nicht einzelne Punkte, die bedeutsam sind, sondern die Gesamtsituation ist entscheidend.

Gründe, die gegen eine Kreditaufnahme als Unternehmer sprechen

Letztlich sollten Unternehmer selbst reflektieren, ob ein Kredit zielführend ist oder nicht. Vor allem Jungunternehmer sollten verantwortungsvoll sein. Steht der Erfolg einer Geschäftsidee noch offen bzw. befindet sich ein Unternehmen in der Konsolidierungsphase, so ist es empfehlenswert, mit eigenen Mitteln zu wirtschaften. Ein Kredit kann zeitweise für ein Hoch sorgen, wie zum Beispiel durch die Investition in materielle Güter. Aber es kann ebenso schnell zu negativen Konsequenzen führen, wenn es wirtschaftlich schwache Zeitperioden gibt. Viele Verbindlichkeiten machen abhängig und können die unternehmerische Liquidität gefährden.

Des Weiteren stellt es ein erhebliches Risiko dar, wenn Kredite aufgenommen werden, um umsatzschwache Zeiten zu überbrücken. In solchen Fällen kann eine Unternehmensberatung hilfreich sein, um konstruktivere Maßnahmen zu ergreifen. Anderenfalls kann die eigene Existenz als Unternehmen gefährdet werden, wenn es zur Zahlungsunfähigkeit kommt. Gibt es somit eine Misswirtschaft im Unternehmen, so ist es wichtiger, die Hintergründe ausfindig zu machen. Zusätzlich kann es zielführend sein, über einen Stellenabbau nachzudenken, um eine Kostenreduktion zu erzielen.

Bildnachweis: luengo_ua / stock.adobe.com

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