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Kranke Mitarbeiter: Was Führungskräfte gegen Boreout tun können

Lesezeit: 2 Minuten "Faule Mitarbeiter" sind für manche Führungskräfte der "Beweis", dass Menschen unmotiviert sind, nur das Nötigste arbeiten und keine Verantwortung tragen wollen. Schnell ist damit ein Urteil gesprochen. Dabei übersehen Führungskräfte oft die Gründe, warum ein Mitarbeiter "faul" zu sein scheint. Was können Führungskräfte tun, um Boreout zu verhindern?

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Kranke Mitarbeiter: Was Führungskräfte gegen Boreout tun können

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Gute Führungskräfte schaffen ein Klima, in dem Boreout keine Chance hat
Dazu gehört, dass Führungskräfte über ihr eigenes Menschenbild nachdenken. Wer fest davon überzeugt ist, dass Menschen an sich unmotiviert und faul sind, der wird durch die Symptome von Boreout lediglich in seiner Überzeugung bestärkt. Der findet neue Kontroll- und Sanktionswege, mit denen er glaubt, den Mitarbeiter "in den Griff" zu bekommen.

Führungskräfte, die in ihren Mitarbeitern Menschen sehen, die eigenverantwortlich sind und Zufriedenheit in ihrer Arbeit suchen, geben ihren Mitarbeitern Raum zur Mitgestaltung. Sie haben das Vertrauen, dass Mitarbeiter Verantwortung übernehmen und ihre Stärken einbringen wollen.

Wenn solche Führungskräfte den Eindruck haben, dass einem Mitarbeiter Boreout droht, werden sie im offenen Gespräch gemeinsam mit ihm nach Lösungen suchen, wie die Arbeit wieder mehr Spaß machen kann.

Zur Prophylaxe von Boreout gehört, den richtigen Mitarbeiter an die richtige Stelle zu setzen
Wie oft werden Mitarbeiter in Funktionen beschäftigt, in denen sie nicht ihre persönlichen Stärken und Fähigkeiten einsetzen können. Oder sie erledigen Aufgaben, die sie eigentlich "nie im Leben" tun wollten. Führungskräfte haben die wichtige Aufgabe, für eine Stelle die passende Person zu finden. Das Passen des Mitarbeiters muss sich nach der beruflichen Qualifikation und Erfahrung richten, welche für die zu besetzende Stelle erforderlich ist.

Aber wichtiger ist noch, zu ergründen, welche Stärken und Kompetenzen der Mitarbeiter mitbringt. Welche Arbeit ihm Freude und Zufriedenheit gibt. Wenn Mitarbeiter Aufgaben haben, die sie gerne tun, ist das die beste Prophylaxe gegen Boreout. Strategische Personalentwicklung kommt somit als Führungsaufgabe ins Spiel.

Führungskräfte brauchen den regelmäßigen Kontakt zu ihren Mitarbeitern
Miteinander reden ist die beste Möglichkeit, etwas voneinander zu erfahren. Mitarbeitergespräche sind ein Schritt in die richtige Richtung. Hier ist Raum, offen miteinander zu reden, was an der Arbeit gefällt, was demotiviert und welche Wünsche der Mitarbeiter für seine zukünftige berufliche Entwicklung hat.

Damit Mitarbeiter so offen sein und ohne Furcht vor Sanktionen darüber reden können, dass sie sich unterfordert fühlen, braucht es viel Vertrauen. Die Herausforderung an Führungskräfte ist, dieses Vertrauen aufzubauen.

Eigenverantwortung schafft Motivation
Mitarbeiter, die sich nur als unwesentliches Rädchen in ihrem Unternehmen empfinden, sind potenzielle Boreout-Opfer. Wenn Mitarbeiter den Sinn erkennen können, den ihre Arbeit für den Team- und damit den Unternehmenserfolg hat, stärkt das die Eigenmotivation erheblich. Führungskräfte können

  • ihren Mitarbeitern mehr anspruchsvolle und angemessene Aufgaben zuweisen, bei denen sie ihre Fähigkeiten einsetzen können,
  • ihnen mehr Selbstorganisation und Verantwortung übertragen,
  • ihren Mitarbeitern mehr Aufgaben delegieren,
  • sie dazu anregen, Ideen zur Verbesserung der Arbeit einzubringen,
  • sie an interessanten Projekten beteiligen,
  • ihnen mehr Mitbestimmung geben,
  • Möglichkeiten zu job rotation und Weiterqualifikation bieten.

Auch Mitarbeiter können etwas gegen Boreout tun
Von Boreout betroffene Mitarbeiter sollten sich aktiv mit ihrer (beruflichen) Zukunft befassen. Nach Möglichkeiten zu suchen, die Stelle innerhalb des Unternehmens zu wechseln oder andere Aufgaben zu übernehmen, kann hilfreich sein. (Persönliche) Weiterbildungen zu absolvieren, manchmal auch in einem Bereich, der erst einmal gar nichts mit der Arbeit zu tun hat, fordert die Lernfähigkeit und verhindert das Einrosten des Gehirns.

In Teilzeit gehen, um mehr Befriedigung im privaten Leben zu finden, erhöht die Lebensqualität. Wenn die Aussicht auf Besserung gering ist, bleibt manchmal nur der Weg, das Unternehmen zu verlassen.

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