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Kostenanerkennung bei Erbschaftsangelegenheiten

Einer Alleinerbin wurde kürzlich vorgehalten, dass ihr Vater nicht versteuerte Zinseinnahmen gehabt habe. Auch eigentlich notwendige Vermögensteuererklärungen habe der Verstorbene zu keiner Zeit abgegeben. Die Erklärungen sollte die Erbin im Nachhinein abgeben. Was über eine Steuerberatungsgesellschaft geschah. Für die Vermögensteuererklärung forderten die Berater 3.100 € Honorar.

Kostenanerkennung bei Erbschaftsangelegenheiten

Das Finanzamt weigerte sich, diese Position für die Erbin als Sonderausgaben steuerlich anzuerkennen. Schließlich handle es sich dabei nicht um eigene Sonderausgaben, sondern um die des verstorbenen Vaters. Lediglich die Kosten für die Erbschaftsteuererklärung seien als Sonderausgaben absetzbar.
  • Berufen Sie sich in solchen Fällen auf das Finanzgericht Rheinland-Pfalz. Es hat anders geurteilt. Entscheidend für die Anerkennung sei allein, dass es sich um eigene Steuerangelegenheiten handle.
  • Das sei bei Erbschaften auch dann der Fall, wenn die Erblasser Steuererklärungen unterlassen haben. Als Erbe treten Sie laut FG in die Erklärungspflichten des Erblassers ein (Az. 4 K 1213/02).

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