Businesstipps Existenzgründung

Kooperationitis – ein weit verbreitetes Problem von Unternehmern

Lesezeit: 2 Minuten Kooperieren Sie mit anderen? Sind Sie in den Social Networks aktiv? Das tun viele - aber mit dem falschen Ziel. Solange Sie diese Kooperationen nicht glasklar an Ihrer Zielsetzung ausrichten und immer wieder fragen "Wer hat was davon?" laufen Sie Gefahr, an der Kooperationitis zu ersticken.

2 min Lesezeit

Kooperationitis – ein weit verbreitetes Problem von Unternehmern

Lesezeit: 2 Minuten

Viele Unternehmer kooperieren und befassen sich mit Joint Ventures. Noch mehr sind in zahllosen Verbänden, Arbeitsgruppen und Unternehmer-Stammtischen unterwegs. Und die allermeisten verbringen Stunden am Tag mit dem Verwalten ihrer Social-Network-Kontakte.

Grundsätzlich ist nichts falsch daran. Und ich bezweifle auch nicht, dass es momentan nicht wieg- und messbare Vorteile gibt, dies oder jenes zu tun. Aber jeder Unternehmer wird sich für jede seiner Aktivitäten diese Fragen stellen müssen:

  • Wie viel Zeit kostet mich diese Aktivität?
  • Was ist meine Zeit wert?
  • Verbinde ich betriebswirtschaftlich fundierte Ziele mit dieser Kooperation?
  • Welche kurz-, mittel- oder langfristigen messbaren Resultate werde ich erzielen?
  • Was haben die anderen Community-Mitglieder von meiner Anwesenheit?
  • Was habe ich selbst davon?

Warum spreche ich das an? Weil viele Unternehmer gar nicht an echter zielführender Kooperation interessiert sind, sondern nur daran, sich in Gemeinschaften wohlzufühlen, in der diffusen Hoffnung, die fehlenden Aufträge durch Kontakte aufzuhübschen.

Aber glauben Sie mir eines: Vertriebserfolge sind immer nur das Ergebnis richtiger Entscheidungen und zielgerichteten Handelns – nie das Ergebnis lustigen Beisammenseins. In vielen Jahren Mitgliedschaft in großen und kleinen Verbänden und durch die Präsenz in unzähligen Arbeitsgruppen im Internet weiß ich, dass ich ein Vielfaches an Zeit investieren könnte als ich verfügbar habe. Also beantworte ich mir bei der sich anbietenden Kooperation vorab die folgenden Fragen:

  • Was erwarte ich konkret und messbar von dieser Kooperation?
  • Wie wird ein konkretes Ergebnis aussehen?
  • Wie viel Zeit muss ich investieren, um dieses eine Ergebnis zu erzielen?
  • Was kostet eine Einheit meiner Zeit?
  • Was darf eine Lead-Generierung maximal kosten?
  • Kann ich mit dieser Kooperation wirtschaftlich meine Ziele erreichen?
  • Gibt es Gründe, es trotzdem zu tun?

Verstehen Sie, was ich Ihnen sage? Ihre Zeit ist ein wesentlicher Produktionsfaktor für Ihren Erfolg. Sie dürfen es nicht zulassen, dass Sie "aus Versehen" und ungeplant Zeit einsetzen.

Wenn Sie zulassen, dass Sie sich aus purer Verzweiflung über ausbleibende Erträge in Communitys engagieren, ist das gleichbedeutend mit der Aussage "Hab Erbarmen und überweise mir Geld".

Das wird Ihr Gegenüber spüren und sich instinktiv zurückziehen. Erfolgreiche Unternehmer meiden solche Freizeitaktivitäten deshalb, weil sie wissen, dass es dort zu viele andere gibt, die nach Kunden Ausschau halten.

Gerade im Internet können Sie blind davon ausgehen, dass die meisten Mitglieder einer Arbeitsgruppe deshalb dort sind, weil sie Sie als Kunden suchen. Und das ist sicher auch der Grund, warum die Performance solcher Gruppen sehr gering ist. Die meisten leiden an der Unternehmer-Krankheit "Kooperationitis". Ich empfehle Ihnen, folgendes zu tun:

  • Durchforsten Sie alle Internet-Communitys, in denen Sie registriert sind, auf deren Beitrag zu Ihrem Erfolg.
  • Entscheiden Sie, was Sie regelmäßig tun müssen, um das zu erreichen, was Sie als Erfolg definiert haben.
  • Und dann tun Sie es regelmäßig.
  • Messen Sie in regelmäßigen Abständen, ob sich dieses Engagement lohnt.
  • Tun Sie das Gleiche mit allen Live-Communitys, in denen Sie Zeit verbringen.
  • Automatisieren Sie Aktivitäten, für die Sie keine messbaren Kriterien entwickeln können (z. B. Auto-Responder).
  • Seien Sie nie aktiv, ohne entsprechend vorbereitet zu sein (Links, Visitenkarten, Lasso-Karten, Flyer, etc.).
  • Messen Sie nach jeder Aktivität, ob die erwarteten Ergebnisse eingetreten sind und ziehen Sie Konsequenzen daraus.
  • Fragen Sie Ihre Kollegen in solchen Communitys, was deren Ziele sind und entscheiden Sie, ob Sie das akzeptieren wollen.
  • Lassen Sie nie wieder Unwirtschaftlichkeit zu.

In diesem Sinne werde ich Sie vielleicht einen längeren als gedachten Weg führen, aber seien Sie sicher, er wird zu Ihrem Wohle funktionieren.

Ihr Hans Janotta

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: