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Konflikte am Arbeitsplatz: Teufelskreise in Konflikten

Lesezeit: 2 Minuten Die Konfliktparteien, aber auch die unbeteiligten Zuschauer fragen sich oft, wer mit dem Konflikt angefangen hat. Genauso müßig wie die Frage ist, was zuerst da war, Henne oder Ei, ist die Frage nach den Schuldigen in Konflikten. Konflikte verlaufen in Teufelskreisen, in der alle Beteiligten ihren "Beitrag" leisten. Führungskräfte müssen diese Teufelskreise erkennen, um sie unterbrechen zu können.

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Konflikte am Arbeitsplatz: Teufelskreise in Konflikten

Konflikte am Arbeitsplatz: Teufelskreise in Konflikten

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Konflikte vernebeln den Blick für das gemeinsame Ziel

Menschen arbeiten in Abteilungen oder Teams, um mit ihrer Arbeit gemeinsame Ziele zu verfolgen. Diese Ziele lassen sich nur miteinander, nicht gegeneinander erreichen.

Konflikte führen dazu, dass das gemeinsame Ziel aus den Augen verloren geht. Jeder versucht, seine eigenen Ziele zu erreichen, und sei es auf Kosten des anderen. So entsteht in Konflikten Konkurrenz, die gegenseitigen Behinderungen nehmen zu. Weil Konflikte Abstimmung und Arbeitsteilung unmöglich machen, wachsen die Reibungsverluste – und damit die Anlässe für eine weitere Verschärfung der Konflikte.

Als Führungskraft haben Sie im Konfliktmanagement, aber auch in der Konfliktprophylaxe wichtige Aufgaben: Sorgen Sie für klare Ziele, klären Sie Schnittstellen und Aufgabenteilungen zwischen Mitarbeitern und sorgen Sie so für Orientierung und Transparenz.

Konflikte machen die Kommunikation unaufrichtig

Konflikte verändern die Kommunikation zwischen Menschen. Die Offenheit schwindet. Informationen werden nicht mehr oder sogar (bewusst) fehlerhaft ausgetauscht. Die Konfliktparteien gehen einander aus dem Weg. Sie reden nicht mehr miteinander, sondern übereinander. Verdeckte oder offene Drohungen treten an die Stelle von Argumenten und sachlicher Auseinandersetzung.

Sie als Führungskraft brauchen eine hohe Sensibilität, um diese Kommunikationsphänomene zu erkennen und zu deuten. Wenn es Ihnen gelingt, diese Symptome zu thematisieren, wenn es Ihnen gelingt, die Hintergründe z. B. für fehlende oder falsche Informationen zu ergründen, unterstützen Sie Ihr Team darin, Störungen und Konflikte zu benennen und damit einer Klärung zugänglich zu machen. Sie tun gut daran, Zeichen gestörter Kommunikation ernst zu nehmen und nicht als „das übliche Gezeter“ zu ignorieren.

Konflikte verzerren die Wahrnehmung

Für Unternehmen ist Vielfalt an Meinungen, Bewertungen und Ideen lebenswichtig, denn so steht den Unternehmen eine Vielfalt an Handlungsoptionen und Herangehensweisen zur Verfügung.

In Konflikten werden diese Unterschiede nicht mehr als Basis für kreatives Gestalten verstanden. Konflikte führen dazu, dass unterschiedliche Überzeugungen, Ansichten und Denkweisen schärfer wahrgenommen und als störend empfunden werden. Die Polarisierung der Wahrnehmung sowie ein Schwarz-Weiß-Denken nehmen zu.

In der Regel gibt es selbst zwischen Konfliktparteien mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Doch die Unterschiede werden bedeutsamer erlebt als das Gemeinsame. Die Vorstellung, dass man mit dem Konfliktgegner gemeinsame Ansichten oder Meinungen teilen könnte, scheint wie ein Verrat an der eigenen Position und muss deshalb strikt verneint werden.

Ihnen als Führungskraft kommt bei der Moderation von Konflikten zwischen Mitarbeitern eine wichtige Aufgabe zu: Suchen Sie im Gespräch mit Ihren Mitarbeitern nach Gemeinsamkeiten in den Ansichten, Meinungen und Interessen. Wenn Ihnen und den Konfliktparteien die gemeinsamen Interessen klarer sind, lässt sich leichter über die Differenzen sprechen.

Konflikte fördern Misstrauen

Eine Voraussetzung, dass Menschen miteinander arbeiten können, liegt in einem Grundvertrauen, das sie einander entgegenbringen. Ohne dieses Vertrauen gibt es keine Zusammenarbeit, allenfalls Einzelkämpfertum.

In Konflikten schwindet das Vertrauen. Vom Gegenüber wird „das Schlimmste“ erwartet. Und das tritt oft auch ein, weil die Neigung, einander persönlich zu verletzen, in Konflikten zunimmt.

Versöhnliche Gesten des Konfliktgegners werden als Heuchelei empfunden, humorvolle Bemerkungen als Ironie, sachliches Verhalten als Feindseligkeit.

Die Konfliktparteien finden aus ihrem gegenseitigen Misstrauen kaum noch heraus. Hier braucht es Sie als wertschätzende Führungskraft, die den beiden Parteien im Gespräch hilft, sich ihrer destruktiven Einstellung bewusst zu werden.

An welcher Stelle Sie den Teufelskreis durchbrechen, bleibt sich gleich. Nur: Sie müssen es aktiv tun durch gemeinsame Gespräche mit den Konfliktparteien, durch Ansprechen, Hinterfragen und Benennen dessen, was Sie als Führungskraft in Ihrem Team wahrnehmen.

Bildnachweis: fizkes / stock.adobe.com

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