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Körpersprache: So verstehen Sie Ihren Gesprächspartner besser

Lesezeit: 2 Minuten Wenn Menschen sprechen, ist es nicht immer der Ton, der aus ihrem Mund kommt, der dem Zuhörer eindeutigen Aufschluss über das Gesagte gibt. Und es sind auch oftmals nicht die Worte, die gesagt werden, die einen eindeutigen Aussagegehalt haben. Häufig ist es die Körpersprache, die uns erkennen lässt, was tatsächlich hinter einer Aussage steckt. Wie aber deuten Sie die Körpersprache?

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Körpersprache: So verstehen Sie Ihren Gesprächspartner besser

Körpersprache: So verstehen Sie Ihren Gesprächspartner besser

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Paul Watzlawick, Psychotherapeut und Kommunikationswissenschaftler, sagte einmal den Satz: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Ein Satz, der heute in jedem pädagogischen Studium vorkommt. Doch was meinte er damit?

Wenn wir nonverbal sprechen

Es klingt merkwürdig, wenn wir davon reden, dass wir sprechen ohne Worte zu sagen. Was Paul Watzlawick damit meinte ist, dass unsere Körpersprache auch dann spricht, wenn wir nicht reden. Mit Körpersprache sind Mimik und Gestik gemeint.

Ein Beispiel: Während die Frau auf ihren Mann einredet, sitzt dieser mit verschränkten Armen vor ihr und schaut an ihr vorbei. Wie würden wir diese Szenenbeschreibung deuten? Wir gehen davon aus, dass der Mann keine Lust hat, mit seiner Frau zu sprechen. Er wirkt abwesend und desinteressiert.

Doch woran liegt das?

Kommunikationswissenschaftler und Psychologen haben in vielen Studien erforscht, welche Wirkung Körpersprache auf uns hat. Das verrückte an ihr ist, dass wir an der Körpersprache oftmals erkennen können, wie es wirklich ist.

Jemand kann „ja“ sagen, und dennoch den Kopf dabei schütteln oder mit seinem Körper zeigen, dass er „nein“ meint. Unser Verhalten, die Haltung von Armen und Beinen, der Ausdruck von Augen, Mundwinkeln oder Händen verrät unserem Gegenüber etwas über unsere Gedanken, Ängste und Gefühle. Selbst unsere Art uns zu kleiden oder zu frisieren, unsere Stimme und unser Auftreten verraten anderen Menschen etwas über unseren Charakter oder die Stimmung, in der wir gerade sind.

Diese Körpersprache klingt für den ein oder anderen bedrohlich. Es scheint, als könnten andere Menschen in uns lesen, auch wenn wir gar nicht wollen, dass sie etwas über uns erfahren. Dabei können wir die Körpersprache oftmals gar nicht steuern. Sie verrät etwas über uns, wenn wir uns unbeobachtet fühlen oder keine Worte sagen wollen.

Dabei ist die Körpersprache eine Hilfe für uns, um unsere Mitmenschen besser verstehen zu können. Körpersprache zu deuten, kann ein wichtiger Aspekt sein, um unser Gegenüber und seine Aussagen richtige zu beurteilen. Unbewusst senden die Gesprächspartner durch ihre Haltung Signale an uns, die uns warnen, aufmerksam werden lassen oder helfen, uns unserem Gegenüber zuzuwenden.

Wenn die Kollegin morgens ins Büro kommt, schneller läuft als sonst und ihre Tasche auf den Tisch knallt, ein „Morgen“ nuschelt und ihre Ordner aus dem Schrank reißt, wissen wir, dass etwas nicht stimmt. Wir bekommen das Gefühl, dass sie wütend oder genervt ist, und verschonen sie mit unseren Witzen. Wir spüren allein durch ihre Körpersprache, dass etwas nicht stimmt und können nachhaken, fragen was los ist.

Das Theater macht sich die Körpersprache seit Jahrhunderten schon zu einem wichtigen Werkzeug seiner Kunst. Und auch im Alltag hilft sie uns. Sie bewahrt uns vor Fettnäpfchen und hilft uns Lügen zu entlarven. Wir bemerken schneller wie es einem Mitmenschen geht, und können ihm so besser begegnen. Ein komplexes Thema – aber eine intensive Auseinandersetzung mit der Körpersprache lohnt sich- Denn sie ist ein hilfreiches Werkzeug, um unsere Mitmenschen und ihre Aussagen besser zu beurteilen.

Bildnachweis: Robert Kneschke / stock.adobe.com

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