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Knapp bei Kasse: Tipps für Ihre Azubis

Lesezeit: 2 Minuten Auszubildende verdienen erheblich weniger als normale Arbeitnehmer. Gerade, wenn sie unabhängig von ihren Eltern leben, stoßen sie finanziell recht früh an ihre Grenzen. Das muss allerdings nicht sein. Geben Sie Ihren Azubis entsprechende Tipps.

2 min Lesezeit
Knapp bei Kasse: Tipps für Ihre Azubis

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Richtig gut gebettet ist der Auszubildende, der noch im Elternhaus wohnt und in einem Beruf tätig ist, in dem bereits in der Ausbildung einigermaßen gut bezahlt wird.

Es gibt aber auch den umgekehrten Fall: Die Bezahlung ist mäßig und jeden Monat werden eine Mietzahlung sowie zahlreiche andere Kosten fällig. Da kann ein Auszubildender noch so sparsam leben – abgesehen davon, dass viele das nicht tun oder tun wollen –, das Geld wird am Ende nicht reichen. In solchen Fällen bieten sich folgende Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: Der Azubi beantragt Berufsausbildungsbeihilfe

Dies ist immer dann möglich, wenn der Auszubildende nicht im Elternhaus wohnt, weil

  • das Elternhaus vom Ausbildungsbetrieb zu weit entfernt ist oder
  • der Azubi verheiratet ist oder
  • der Azubi ein eigenes Kind hat.

In solchen Fällen kann er bei der Agentur für Arbeit Berufsausbildungsbeihilfe beantragen. Dies wird vor allem dann erfolgreich sein, wenn seine Eltern ebenfalls wenig verdienen. Das Einkommen der Eltern wird nämlich bei der Ermittlung der Höhe der Beihilfe berücksichtigt.

Möglichkeit 2: Es wird Kindergeld beantragt

Unabhängig vom Einkommen des Auszubildenden haben dessen Eltern die Möglichkeit, Kindergeld zu beantragen. Das wird immer dann von Erfolg gekrönt sein, wenn der Azubi noch keine 25 Jahre alt ist. Im Normalfall wird das Kindergeld den Eltern ausgezahlt. Diese können es dann ihrem Sohn oder ihrer Tochter zur Verfügung stellen.

Allerdings gibt es unter bestimmten Bedingungen auch die Möglichkeit, dass sich der Azubi das Kindergeld direkt auf das eigene Konto überweisen lässt. Dazu stellt er einen Antrag auf Auszahlung des anteiligen Kindergeldes bei der zuständigen Familienkasse.

Möglichkeit 3: Nebenbei arbeiten

Natürlich kann der Azubi bei finanzieller Knappheit auch einen Nebenjob annehmen. Dazu muss er Sie als Ausbilder noch nicht einmal fragen – er muss Sie nur darüber informieren, dass er nebenbei noch arbeitet. Allerdings sind ihm recht enge Grenzen gesetzt.

Zum einen muss er darauf achten, dass die maximale wöchentliche Arbeitszeit nicht überschritten wird. Diese liegt für volljährige Auszubildende normalerweise bei 48 Stunden, für Azubis, die noch keine 18 Jahre alt sind, bei 40 Stunden in der Woche.

Außerdem darf die Ausbildung unter dem Nebenjob nicht leiden. Ist der Azubi ständig übermüdet und seine Leistungen fallen drastisch ab, dann können Sie als Ausbildungsbetrieb doch Ihr Veto einlegen.

Bildnachweis: aerogondo / stock.adobe.com

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