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Kleine deutsche Grammatik: Wie funktioniert ein guter Text?

Lesezeit: 2 Minuten Wie funktioniert eigentlich ein guter Text? Warum lesen wir manche Texte gerne? Sie werden sagen, das liegt am jeweiligen Inhalt. Nun, das stimmt zum Teil. Es soll allerdings Autoren geben, die spannende Inhalte quälend schlecht in Sätze fassen. Grammatikalisch betrachtet nutzen jene häufig nicht die Bindemittel, welche die deutsche Sprache zur Verfügung stellt. Welche sind das?

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Kleine deutsche Grammatik: Wie funktioniert ein guter Text?

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Was kennzeichnet einen guten Text?
Einen guten Text zeichnet etwas sehr Simples aus: Er knüpft einen Satz an den nächsten und zwar so gut, dass wir immer weiter lesen oder zuhören. Das liegt an der sogenannten Kohäsion (Zusammenhalt) eines Textes. Werden Sätze sprachlich nicht ausreichend miteinander verklebt, wird ein Text brüchig oder auch holprig. Hier die wichtigsten grammatikalischen Mittel, Sätze miteinander elegant zu verknüpfen:

Verweisformen in guten Texten
Verweisformen sind die einfachste Art der Satzverknüpfung. Wir benutzen sie automatisch. Satz 2 nimmt den Satzgegenstand des ersten Satzes auf.

Beispiel: "Es war einmal eine Prinzessin. Sie war wunderschön." Das Bezugswort lautet "Prinzessin", die Verweisform in diesem Fall "Sie".

Selbstverständlich lassen sich auch andere Bezugsworte wählen. Noch einmal unser Beispiel: "Es war einmal eine Prinzessin. Einmal, nein zweimal las ich ihre traurige Geschichte." Von einem Bezugswort zum nächsten zu hüpfen, ist übrigens eine beliebte Methode von Kabarettisten und Kolumnisten.

Konnektoren
Die sogenannte Konnektoren, Verbindungsworte, schließen den Folgesatz an den vohergehenden an. Dabei erzeugen sie oft Spannung. Sie sind der Kitt zwischen den Sätzen. Teilweise eröffnen sie diese dramatisch. Beispiele: "Sie gefiel ihm sehr. Aber…" Oder: "Sie wollte gerade aufstehen. Da…" Weitere klassische Konnektoren sind: allerdings, bloß, denn, doch, eigentlich, nämlich, nun, schon, wenngleich oder zwar.

Interpunktion im guten Text
Natürlich sorgt auch die Interpunktion für die Verbindung von Sätzen. Dies ist schließlich eine der wichtigsten Funktionen von Satzzeichen. Setze ich einen Doppelpunkt, folgt eine wörtliche Rede oder eine wichtige Information. Formuliere ich in einem Text eine Frage, so will diese im Folgenden beantwort werden.

Gute Texte durch rhetorische Mittel
Sätze rhetorisch zusammenzufügen, ist sehr effektvoll und sollte (deshalb) in Maßen eingesetzt werden. Mit den rhetorischen Mitteln verlassen wir streng genommen die Grammatik und kommen zum Stil. Einige rhetorische Kniffe beruhen auf grammatikalische Mittel. Diese seien hier zum Schluss aufgeführt:

  • Annapher / Wortwiederholung
    "Niemals wird der Punkt kommen, an dem…
    Niemals wird… 
    Niemals wird… ."
  • Klimax / Antiklimax
    "Das ist gut,…  Besser wäre es, wenn… Am besten allerdings…"
    "Nicht gerade gut… Nein schlecht… Geradezu unterirdisch schlecht"
  • Parenthese / Einschub
    "Ich werde – und daran wird es nicht den geringsten Zweifel geben -…."
  • Rhetorische Frage
    "War es denn mit einem Mal nicht mehr richtig,…."

Fazit
Sätze elegant miteinander zu verknüpfen, macht einen Text lesbar. Die Qualität, der Witz oder Zauber eines Textes liegt zum großen Teil an der Kohäsion seiner Sätze. Es lohnt sich, auf die Konnektoren zwischen den Sätzen zu achten und sie bei den eigenen bewusst einzusetzen. Denn (Achtung: Verbindungswort) so wird aus einem guten Text ein wirklich guter (Klimax).

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